Charlotte Fröse

Laufenburg hebt die Gebühren für die Benutzung der städtischen Hallen an. Auswärtige Nutzer werden sogar mit einem 100-prozentigen Aufschlag zur Kasse gebeten. Neu ist auch, dass die Laufenburger Vereine für die Nutzung der Hallen zu Übung- und Trainingszwecken einen Obolus leisten müssen. Dies beschloss am Montag der Gemeinderat. Die neuen Gebühren gelten ab dem 1. Januar 2023.

Bisher wurden in Laufenburg für Trainingszwecke von örtlichen Vereinen keine Nutzungsgebühren erhoben. Mit den betroffenen Vereinen wurde in Gesprächen die neue Regelung im Vorfeld bereits besprochen, sagte Bürgermeister Ulrich Krieger. In den Ortschaftsräten Luttingen und Rotzel sei die neue Hallenentgeltordnung ebenfalls schon beraten worden.

Die neue Gebührenordnung für Hallen

Mit der neuen Gebührenordnung bestehe, so informierte die Verwaltung, die Möglichkeit, aus den Investitionsaufwendungen anteilig Vorsteuern abzuziehen. Die Voraussetzung dafür sei allerdings, dass eine Kostendeckung je Halle von fünf bis zehn Prozent erreicht würde. Sollte der Paragraf 2b Umsatzsteuergesetz in Kraft treten, falle für die Stadt überall dort, wo sie unternehmerisch tätig wird, Umsatzsteuer an. Dann bestehe das Risiko für die Kommune hohe Summen an Umsatzsteuer bezahlen zu müssen. Zusammen mit einem Steuerberatungsunternehmen wurde untersucht, wie das Umsatzsteuer-Risiko minimiert werden könne. In zwei Wochen will der Gemeinderat darüber weiter beraten.

Allerdings plane der Bund offenbar, die Übergangsregelung vom alten zum neuen Umsatzsteuerrecht um weitere zwei Jahre zu verlängern, so Krieger. Dann würde der Paragraf 2b erst in zwei Jahren und nicht schon ab 2023 greifen. Die Stadt habe sich in den zurückliegenden Monaten intensiv damit befasst. Nun aber gelte es erst einmal abzuwarten.