Pfarrer Wolfgang Auer, der 14 Jahre in Laufenburg wirkte und große Wertschätzung genoss, ist am Mittwoch, 23. September im Alter von 81 Jahren gestorben. Man wusste, dass es dem bis dahin rüstigen und umtriebigen Senior nach einem Autounfall im Frühjahr 2018 und dessen Spätfolgen nicht mehr gut ging. Dennoch kommt die Nachricht von seinem Tod überraschend. Seinen 80. Geburtstag am 10. Mai 2019 konnte Pfarrer Auer noch an seiner letzten Wirkungsstätte, in Owingen am Bodensee, mit einem Dankgottesdienst und einem anschließenden Stehempfang mit vielen Gemeindemitgliedern feiern, bei denen er sehr beliebt war.

Pfarrer am Hochrhein

Pfarrer Auer war von 1996 bis 2014 Seelsorger in Heilig Geist Laufenburg und St. Martin Luttingen, seit 2007 auch in St. Pelagius Hochsal. Er habe die Zeit am Hochrhein nie bereut, versicherte er an seinem 70. Geburtstag. Hier bleibt er als überaus pflichtbewusster Gemeindeleiter in Erinnerung, nicht zuletzt aber auch als Baumeister.

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In seiner Amtszeit wurden Kirchen, Kapellen und Gemeindesäle in Laufenburg, Rhina, Stadenhausen, Luttingen, Hochsal und Rotzel renoviert, saniert oder baulich ergänzt. Für manche Baumaßnahme steuerte Wolfgang Auer auch eigene Geldmittel bei, wenn die vom Ordinariat genehmigte Summe nicht ausreichte.

Blick auf die Biografie

Wolfgang Auer wurde am 10. Mai 1939 in Singen am Hohentwiel geboren. Das älteste von sechs Kindern eines Eisenwarenhändlers besuchte in Konstanz das Suso-Gymnasium und wechselte mit 13 Jahren ans Konradihaus. Im letzten Schuljahr trat der junge Wolfgang Auer aus dem Knabenkonvikt aus, entschied sich dann aber doch gegen den Eintritt ins väterliche Geschäft und studierte in Freiburg und München Theologie. 1963 wurde er in der Singener Liebfrauenkirche zum Priester geweiht. Nach Vikariaten in Volkertshausen, Schopfheim, Bühl und Donaueschingen übernahm Auer 1970 in Emmendingen seine erste Pfarrei und begleitete dort den Bau der neuen Kirche St. Johannes. 1980 kam er nach Freiburg-St. Georgen. 1996 schließlich wurde Wolfgang Auer wurde Pfarrer in Laufenburg.

Bitte um Versetzung

Als sich die Gründung einer mehrere Pfarreien umfassenden Seelsorgeeinheit mit fast 9000 Mitgliedern abzeichnete, bat Pfarrer Auer im Alter von 70 Jahren um seine Versetzung in die kleine Seelsorgeeinheit mit den Pfarrgemeinden Owingen, Billafingen, Lippertsreute. 2013 feierte er in Owingen sein goldenes Priesterjubiläum. Als 2015 Auers drei Gemeinden mit Überlingen und Andelshofen zu einer Seelsorgeeinheit zusammengelegt wurden, übernahm Pfarrer Auer als Kooperator auch gerne Gottesdienste im Überlinger Münster. Im Frühjahr 2018 musste er den Dienst in der Seelsorgeeinheit Überlingen aus gesundheitlichen Gründen beenden. Zuletzt lebte er im Überlinger Vianney-Hospital. In Laufenburg, Luttingen und Hochsal werden ihn viele Menschen in guter und dankbarer Erinnerung behalten.

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