Wie wichtig ehrenamtlicher Bevölkerungsschutz in Krisenzeiten ist, hat der Ortsverband Laufenburg des Technischen Hilfswerks (THW) in den letzten drei Jahren, auf die während der Helferversammlung im Pfarrheim in Laufenburg zurückgeblickt wurde, unter Beweis gestellt. Die Helfer, die zum Ortsverband (OV) Laufenburg gehören, haben allein im vergangenen Jahr rund 8.000 Dienststunden absolviert und waren, die drei Jahre zusammengenommen, an 88 Einsätzen beteiligt.

Darunter war zum einen der größte Einsatz für den THW-Stützpunkt Waldshut-Tiengen, der in der Beschaffung von Corona-Schutzmaterial und dem Aufbau einer Fieberambulanz im Jahr 2020 bestand. Zum anderen folgte ein Jahr später der größte Einsatz der Geschichte des THWs, der die Aufräumarbeiten nach der Flutkatastrophe im Ahrtal und in NRW umfasste. Die Helfer des OV Laufenburg waren hierfür mehr als zehn Mal vor Ort im Einsatz. Als Anerkennung für diese enorme Hilfsbereitschaft erhielten Patrick Eckert, Tobias Hessel, Meik Sautermeister, Martin Schäfer, Sebastian Thoma, Paul Roming, Nils Höll, Manuel Kaiser, Patrick Meier, Marco Püschel und Ortsbeauftragter Tobias Roming sowie Eduard und Alexander Martynevskij und Marcus Posniak in Abwesenheit das Einsatzzeichen „Flut 2021“, das ihnen der stellvertretende Landesbeauftragte des THWs Baden-Württemberg, Jens Olaf Sandmann, überreichte.

Hilfstransporte in die Ukraine

Im vergangenen Jahr hatte sich der OV vor allem an der humanitären Hilfe für die Opfer des Ukraine-Krieges beteiligt und in diesem Zusammenhang mehrfach LKW mit Hilfsgütern für Kriegsgebiete beladen sowie benötigte Fahrzeuge an die polnisch-ukrainische Grenze überführt. Zusätzlich waren die Helfer auch in der Region im Einsatz und konnten hierbei das in einer Schulung neu erlernte Aufbausystem Holz bei einer Gebäudesicherung in Niederhof ausprobieren. Neu sind auch einige Fahrzeuge im Fuhrpark des THW Laufenburg, sodass nun ein neuer LKW, Rad- und Tieflader, Baustellenkompressor, Mehrzweckgerätewagen sowie ein PKW für Fachberater zu diesem gehören.

Von ihrem bisherigen Dienst abberufen worden sind Siegfried Mutter, Thimo Jehle, Sebastian Thoma und Stefan Huber. Berufen werden konnten Carsten Hansen für die Öffentlichkeitsarbeit, Meik Sautermeister für die Notversorgung, Paul Roming für die Fachgruppe N und Lukas Herzmoneit als Schirmmeister. Die parlamentarische Staatssekretärin des Bundesinnenministeriums Rita Schwarzelühr-Sutter dankte dem OV Laufenburg für sein besonderes Engagement.