Die Feuerwehr Laufenburg hat vergangenes Jahr 98 Einsätze und, soweit dies die Corona-Verordnungen zuließen, Proben absolviert. Es ist gelungen, 2020 den Einsatzdienst unter erhöhten Schutzmaßnahmen aufrecht zu halten. Zudem konnten einige Kleingruppenproben durchgeführt werden, die von den Abteilungskommandanten und den Leitern der Jugendfeuerwehr, der Seniorenabteilung und der First Responder-Gruppe hervorragend organisiert wurden.

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Die laufenden Projekte wurden in Zusammenarbeit mit Bürgermeister und Verwaltung, wenn auch verzögert, fortgesetzt, heißt es im Jahresbericht, den Gesamtkommandant Markus Rebholz auf Anfrage zur Verfügung stellte. Wegen der Corona-Schutzbestimmungen verzichtet die Feuerwehr dieses Jahr auf ihre im Januar üblichen Haupt- und Abteilungsversammlungen.

Digitaler Tetra-Sprechfunk

Seit die Leitstelle an das bundesweite Digitalfunknetz angebunden ist, müssen die Gemeindefeuerwehren ihre Fahrzeuge und Feuerwehrhäuser umrüsten. Die neuen Funkgeräte wurden vom Land im Beschaffungszeitraum 2018 bis 2020 mit einem Festzuschuss gefördert. Die Stadt Laufenburg hat im Jahr 2019 den Zuschuss Antrag gestellt und eine Ausschreibung für insgesamt 17 Funkgeräte in den 13 Einsatzfahrzeugen und in der Funkzentrale im Feuerwehrhaus erarbeitet. Im Sommer 2020 wurde mit der Ausbildung der mehr als 100 Einsatzkräfte begonnen, die durch die ausgebildeten Feuerwehrmänner Peter Mospak und Stephan Mierau unterstützt wurde, so dass am 26. Oktober auf den digitalen Sprechfunk umgestellt werden konnte.

Beförderungen und Ernennungen

Da die Hauptversammlung für das zurückliegende Jahr 2020 pandemiebedingt nicht stattfinden kann, können auch die im Jahr 2020 durch Erreichen der vorgeschriebenen Dienstzeit und/oder Lehrgangsbesuche anstehenden 20 Beförderungen und 22 Ehrungen nicht ausgesprochen und verliehen werden. Diese werden zu gegebener Zeit nachgeholt.

Berichte der Abteilungen

Unter der Leitung von Abteilungskommandant Süd, Luigi Serravalle, konnte unter großen Bemühungen und Planungen der Probenbetrieb trotz Corona-Einschränkungen ab dem 13. Juli in Kleingruppen begonnen werden. Neben dem erfolgreichen Einsatzdienst konnten sechs Quereinsteiger, drei Rückkehrer und zwei Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr in unserer Einsatzmannschaft begrüßt werden. Den Bericht hat Schriftführer Martin Schmid verfasst.

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Die Abteilung Nord, die von Abteilungskommandant Matthias Kreuser geleitet wird, konnte von einer ganzen Reihe von Einsätzen während des Coronajahres 2020 berichten. Die Suche nach einem vermissten Feuerwehrkameraden zählte zu dem größten Einsatz 2020. Neben den Einsatzabteilungen Nord und Süd nahmen das THW, die DRK-Hundestaffel und die Polizei, inklusive Hubschrauber, die Suche auf und durchkämmten das Stadtgebiet systematisch und den Allmendwald. Insgesamt waren an der Suche knapp 500 Helfer und 32 Hunde beteiligt. Leider musste die Suche am Abend ergebnislos abgebrochen werden. Der Vermisste konnte nur noch tot geborgen werden.

Die Jugendfeuerwehr unter der Leitung von Patrick Strobel konnte aufgrund der Corona-Auflagen seine Proben erst Mitte September starten. Die Proben erfolgten in vier Kleingruppen, in verkürzten Probezeiten und mit strengem Hygienekonzept an zwei definierten Probeorten. Bis zum Beginn der Herbstferien konnten sie Spaß an der Feuerwehr und Fachwissen an die Jugendlichen vermitteln. Mit dem Start der Herbstferien endete aufgrund der stark steigenden Fallzahlen das Probejahr und somit alle Aktivitäten.

First Responder

Unter dem First Responder-Leiter Julio Munoz-Gerteis konnten die First Responder zu Beginn des Jahres ihren regulären Übungsbetrieb starten. Hauptschwerpunk war die Herz-Lungen-Wiederbelebung und die Atemwegssicherung. Mit Beginn der Pandemie änderte sich neben der persönlichen Schutzausrüstung auch die Vorgehensweise im Einsatz, bis der Übungsdienst fast ganz zum Erliegen gekommen ist.

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Ab Juli konnte der Übungsbetrieb wieder aufgenommen werden, allerdings musste hierfür die Mannschaft in zwei Gruppen aufgeteilt werden. So wurde die Gruppe West, die Gemeinde Murg und die Gruppe Ost, die Gemeinde Laufenburg, ins Leben gerufen, die zusammen 48 Einsätze durchführten.

Zweite Coronawelle

Unter dem Leiter der Feuerwehrsenioren, Erwin Waibel, nahmen am 28. Januar mit einem Speckessen im Florianskeller in Hochsal die Feuerwehrsenioren ihre monatlichen Treffen auf, die allerdings im März wegen des Coronavirus bis zum Monat Juni eingestellt werden mussten. In den Monaten Juli, August und September trafen sie sich zum gemütlichen Beisammensein im „Seehotel“ in Tiefenstein und auch im Sportheim Rotzel. Im Oktober erreichte sie dann die zweite Corona-Welle und die damit verbundenen Auflagen erlaubten abermals keine Treffen mehr.