„Für die große Disziplin bei der konsequenten Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln möchte ich allen Feuerwehrangehörigen einen großen Dank aussprechen“, erklärte Stadtkommandant Markus Rebholz in seinem Jahresbericht 2021, den er an seine Feuerwehrkammeraden richtete. Wie im vergangenen Jahr ersetzte sein über 30-seitiger Bericht die Jahresversammlung, die sonst immer am 5. Januar in Anwesenheit der Öffentlichkeit stattfand. Denn die Hoffnung, dass sich die Corona-Pandemie auf das Jahr 2020 beschränkt und im Sommer 2021 wieder Normalität einkehrt, erfüllte sich leider nicht.

Statt der Jahresversammlung soll mit diesem Jahresbericht eine Rückschau auf die Tätigkeit der 259 Mitglieder der Feuerwehr mit seinen Einsatzabteilungen Süd, Nord, First Responder, Jugendfeuerwehr, Kindergruppe und Seniorenabteilung, gehalten werden. Wie Markus Rebholz in seinem Bericht ausführte, war der Dienstbetrieb wegen der Corona-Pandemie stark eingeschränkt, so dass die Übungen nur in Kleingruppen möglich waren.

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Die 102 Einsätze der Feuerwehr beweisen, dass es trotz Pandemie möglich war, für die Sicherheit der Laufenburger Bevölkerung zu sorgen, auf die die Abteilungskommandanten in nachstehenden Berichten eingehen. Außerdem wurden zahlreiche Beförderungen und Ehrungen vorgenommen und eine große Zahl von Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt. Sie werden wie im Vorjahr nach Ende der Kontaktbeschränkungen nachgeholt.

Zu den technischen Neuerungen zählt eine neue Alarmierungs-App, die den bisher verwendeten SMS-Alarmierungsdienst ersetzt. Ein weiterer Schwerpunkt war die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes. Die dafür vom Gemeinderat eingesetzte Projektgruppe, die von Mitgliedern der Verwaltung, des Gemeinderates und dem Feuerwehrkommando besetzt ist, hat sich mit der künftigen Fahrzeugbeschaffung, sowie mit dem Ablauf, der zu einem Feuerwehrhaus-Neubau für die Abteilung Nord führt, befasst. „Es besteht seitens von Bürgermeister und Mandatsträgern große Bereitschaft, die im Brandschutzbedarfsplan aufgezeigten Punkte anzugehen und nicht weiter aufzuschieben“, erklärte der Stadtkommandant Markus Rebholz.

  • Abteilung Süd: Dank der Planungen konnte der Probebetrieb unter der Leitung von Abteilungskommandant Luigi Serravalle im April und im September in Kleingruppen durchgeführt werden. Roman Krohs wurde von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzmannschaft übernommen. Mit der Bepflasterung des Grillplatzes beim Feuerwehrhaus Neumatt konnte in Zusammenarbeit mit der Firma Grass, mit dessen Gestaltung begonnen werden.
  • Abteilung Nord: Der ausführliche Bericht von Abteilungskommandant Matthias Kreuser beklagte die starken Einschränkungen, die die Kameradschaft und den Probenbetrieb für die Abteilung Nord mit sich brachte. Trotzdem konnte er auf viele Einsätze in Laufenburg und im Ahrtal in NRW hinweisen. Bereits im April nahmen Feuerwehrkameraden die ersten Impftermine im Impfzentrum Tiengen wahr und im November fanden die ersten Boosterimfpungen in Murg statt. Am 14. November stellte die Abteilung Nord die Ehrenwache am Volkstrauertag in Hochsal.
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  • First Responder, Jugend- und Altersabteilung: Wie der First Responder Leiter Julio Muñoz-Gerteis in seinem Rückblick auf das Jahr 2021 erklärte, konnten von den zwölf Mitgliedern und den zehn Feuerwehrangehörigen aus den Einsatzabteilungen, 122 Einsätze geleistet werden, davon 48 im Gemeindegebiet Murg und 74 im Stadtgebiet Laufenburg. Dabei wurden 126 Personen betreut, zwölf Personen konnte nicht mehr geholfen werden. Bei sieben Einsätzen wurde der Defibrillator eingesetzt. Es fand bei der Einsatzausrüstung eine Umstellung vom Koffer- auf das Rucksacksystem statt, das vor allem Vorteile in Sachen Hygiene bietet. Die Kosten in Höhe von 1.400 Euro wurden mit 600 Euro vom Land Baden-Württemberg unterstützt. Den Rest trug der Förderverein. Wie der Leiter der Jugendfeuerwehr Patrick Strobel berichtete, wechselten Roman Krohs und Nico Schneiderat in die Einsatzmannschaft. Die Brandschutzerziehung mit den vierten Klassen der Hebel- und Hans-Thoma-Schule war ein voller Erfolg, da bei dieser Gelegenheit viele der 21 Neueintritte gewonnen werden konnten. Unter der Leitung von Ines Rebholz und Kim-Sina Waninger startete am 16. Oktober die Kindergruppe der ab sechsjährigen Kids mit sieben Jungen und einem Mädchen. Wegen der Corona-Pandemie konnten bisher nur zwei Treffen durchgeführt werden. Ab Januar 2022 sollen monatlich an einem Samstagvormittag solche Treffen stattfinden. Wie Erwin Weibel, Leiter der Altersabteilung berichtete, fanden vom Juli bis November monatliche Treffen im Gasthaus „Engel“ in Luttingen und im Seehotel „Tiefenstein“, statt. Außerdem wurde das Müllmuseum in Wallbach, als auch die Kläranlage in Rhina besichtigt.
Unter der Leitung von Ines Rebholz (rechts) und Kim-Sina Waninger (links) startete am 16. Oktober die Kindergruppe der ab sechsjährigen ...
Unter der Leitung von Ines Rebholz (rechts) und Kim-Sina Waninger (links) startete am 16. Oktober die Kindergruppe der ab sechsjährigen Kids mit 7 Jungen und einem Mädchen. Ab Januar 2022 sollen monatlich an einem Samstagvormittag solche Treffen stattfinden. | Bild: Feuerwehr Laufenburg
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