Sebastian Holle ist der Nachfolger von Chiara Jelk, die im März die Stadt verließ, weil sie ein Angebot aus ihrer Heimatgemeinde Jestetten bekommen hatte. Bürgermeister Ulrich Krieger und die Rektorin der Hans-Thoma-Schule, Janine Regel-Zachmann, betonten die Notwendigkeit der Schulsozialarbeit, die seit Jahren zum Angebot der Laufenburger Schulen gehört. Die Schließung der Schulen für den Präsenzunterricht während des Lockdowns habe die Situation gerade für förderbedürftige Schüler alles andere als vereinfacht, so die Rektorin. „Das Einstellungsgespräch mit Sebastian Holle war das einzige, das wir während der Corona-Krise geführt hatten – das zeigt, wie wichtig uns die Neubesetzung der Stelle ist“, so Krieger.

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Für seine Position bringt Sebastian Holle sozialpädagogische wie auch administrative Erfahrungen mit: Der 35-Jährige stammt aus Klettgau, wo er heute wieder wohnt. Nach der Fachhochschulreife leistete er seinen Zivildienst und hielt sich ein Jahr lang nach dem Motto „Work and Travel“ in Neuseeland auf. Er arbeitete auch ein halbes Jahr für eine humanitäre Organisation in den USA, wo er in Suppenküchen die Armut kennen lernte, und ein halbes Jahr in Südafrika in einem Kinderhilfsprojekt. Ab 2008 studierte er „Soziale Arbeit“ an der Evangelischen Hochschule in Freiburg und schloss die Ausbildung Anfang 2012 als „Bachelor of Arts“ ab. Nach dem Studium kehrte er nach Klettgau zurück, arbeitete als Schulsozialarbeiter und für die Organisation HBL in Waldshut im Bereich der ausbildungsbegleitenden Hilfe. 2015 wechselte er in das Jugendamt des Landratsamtes.

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In seiner neuen Stelle hat er wieder den direkten Kontakt mit Schülern, den er bei seiner Arbeit im Amt manchmal vermisst hatte. „Es ist mir ganz wichtig, sehr niedrigschwellige Angebote zu machen, damit die Schüler, aber auch Eltern und Lehrkräfte, zu mir kommen“, erklärte Holle. Da der Schulbetrieb zurzeit noch unter Pandemiebedingungen stattfindet, wird er vorerst keine Gruppen- oder Klassenprojekte anbieten, sondern vor allem Einzelfallgespräche führen.

Der neue Schulsozialarbeiter Sebastian Holle setzt auch auf Prävention.
Der neue Schulsozialarbeiter Sebastian Holle setzt auch auf Prävention. | Bild: Michael Gottstein

Die Probleme der Schüler seien vielfältig, so Holle, von Angst über Aggressionen und familiäre Probleme bis hin zu Sucht und Suizidgedanken. „Die Schule ist wie ein Brennglas, daher werden Probleme, die in der Gesellschaft existieren, auch in die Schule hineingetragen“, meinte die Rektorin. „Das heißt natürlich nicht, dass auf dem Schulhof Drogen verkauft werden“, beeilte sich Holle zu versichern: „Aber Schüler wissen eben von diesen Problemen und bringen sie in der Schule zur Sprache.“

Ganz wichtig ist ihm die gruppenbezogene Präventionsarbeit (sobald diese wieder möglich sein wird), etwa zu Themen wie Ausgrenzung, Mobbing oder Konfliktbewältigung. Dass er auch die Grundschulen zu betreuen hat, sieht er als Vorteil: „Man kann früh mit der Prävention anfangen, und wenn ich die Schüler schon von der ersten Klasse an im Blick habe, kann ich in der Sekundarstufe gezielt darauf aufbauen.“

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