Im Zuge der Auftaktwoche „Berufsorientierung“ des Kultusministeriums ging an der Hans-Thoma-Schule diese Woche darum, Schülern Berufe im Einzelhandel näher zu bringen. Angesichts des Fachkräftemangels seien solche Veranstaltungen, bei denen Jugendliche direkten Kontakt zu den Ausbildungsberufen bekommen, sehr wichtig, erklärte Konrektor Fabian Zoller-Wunderlich. Für den Praxisbezug hatte das Edeka-Frischemobil an der Schule Halt gemacht. In einer Reihe von Schaubildern zeigte Zoller-Wunderlich, was die Hans-Thoma-Schule bereits geleistet hat, um Ausbildung und Schüler zusammen zu bringen. Rudolf Schick vom staatlichen Schulamt wünschte sich die Umsetzung von drei Dingen: Partnerschaft zum Handwerk, Kooperation zur Dualen Schule Lörrach und Förderung von Schülern mit Problemdaten. Denn sie seien später besonders treue Mitarbeiter. Wie Julia Hatt von Edeka Südwest erklärte, biete der Bus eine virtuelle Bedientheke und andere Einzelheiten, die den Schülerinnen und Schülern den Beruf der Einzelhandelskaufleute erklärt. Edeka biete Mitarbeitern die Möglichkeit, durch Förderprogramme bis zum Marktleiter mit entsprechender Bezahlung aufzusteigen. Natürlich sei auch ein BWL-Studium in Lörrach möglich, wobei ein Teil der Ausbildung vor Ort stattfindet. Schülerinnen und Schüler der Realschule interessierten sich ganz stark für die verschiedenen Angebote, die der Bus aufzeigte.

Kontakt ins Berufsleben fördern

In ihren Stellungnahmen begrüßten die Anwesenden alle Möglichkeiten, die Jugendlichen direkt mit den Handwerksbetrieben vor Ort in Verbindung zu bringen. Leider gingen aufgrund des höheren Lohnniveaus viele Auszubildende nach erfolgreicher Ausbildung direkt in die Schweiz, die sich die Kosten für die Ausbildung auf diese Weise spart. Bürgermeister Ulrich Krieger begrüßte, dass Kooperationen mit Hilfe der Hans-Thoma-Schule mit sozialen Berufen und dem Handwerk stattgefunden haben. Auch die Verwaltung stellt Praktika-Stellen zur Verfügung.

Das Bündnis: 2019 wurde das „Bündnis zur Stärkung der beruflichen Ausbildung und des Fachkräftenachwuchses“ von der Landesregierung und Vertretern von Wirtschaft, Gewerkschaften, Arbeitsagentur und Kommunen unterzeichnet. Ziel ist, dass mehr jungen Menschen der direkte Übergang von Schule in eine Berufsausbildung gelingt.