Finanziell und zeitlich haben die Laufenburger Ortsbürger bei der Sanierung der früheren Grimmer-Liegenschaft am Schlossberg eine Punktlandung hingelegt. „Wir haben die Baukosten von rund vier Millionen Franken nahezu einhalten können“, sagt Meinrad Schraner, Vizeammann und Präsident der Ortsbürgerkommission. Nur kleinere, bei Sanierungen von Altbauten oft zutage tretende Überraschungen hat es ihm zufolge gegeben: „Grössere konnten wir verhindern, weil wir bei dem Projekt im Vorfeld lange sondiert haben.“ Und: „Wir wurden pünktlich fertig.“

Bauarbeiten gehen zu Ende

Maler streichen noch die Treppenhäuser, Reinigungskräfte machen die Wohnungen bereit, auf dass die ersten Mieter Ende Mai einziehen können. Schraner: „Schon jetzt ist rund die Hälfte der Wohnungen weg. Wir haben die Zuzüger, die wir gewinnen wollten.“

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Das Angebot: insgesamt sieben Wohnungen auf vier Etagen, erreichbar per Lift. Die künftigen Mieter könnten sich unter der Adresse Gerichtsgasse 80 auf Wohnraum „in einer Laufenburger Toplage“ freuen. Die Immobilie wird über den Wärmeverbund versorgt. Was auch für Adresse Gerichtsgasse 79 gilt, wo sich das Gästehaus befindet. Acht Doppel­zimmer stehen in dem Anwesen zur Verfügung, dessen Fundamente aus dem Mittelalter stammen. „Kein Zimmer gleicht dem anderen, wie das bei so alten Liegenschaften eben ist“, meint Gemeinderat André Maier. Besonders stolz sind er und Schraner auf den neuen Trausaal im Erdgeschoss, in den die Brautpaare durch eine wuchtige Doppeltür eintreten, die in die massive Bruchsteinmauer eingelassen ist.

Schnapszahl lockt

Und auch wenn die Hochzeitsgesellschaften coronabedingt vorerst noch klein bleiben müssen, seien die Buchungen schon da. Maier: „Allein am Samstag, 6. Juni, haben wir fünf Trauungen im Haus. Die Schnapszahl lockt.“ In der ersten Juni-Woche werden auch die Büros des neuen Zivilstandsamts bezogen, das ebenfalls zum Haus am Schlossberg-­Komplex gehört. Als einstöckiger Pavillon-Neubau mit grossflächiger Kupferblech-Dachverkleidung setzt es einen optischen Gegenakzent zu den beiden schon bestehenden Teilen des Areals. „Eigentlich hätte es Ende Juni eine grosse Eröffnungsparty geben sollen“, erzählt Schraner. „Wegen Corona verschieben wir die jetzt aufs kommende Jahr.“

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Die Laufenburger Ortsbürger hoffen auf baldige Normalität, auf zahlreiche Übernachtungen im Gästehaus und auf große Hochzeitsgesellschaften, die im Garten des Areals den Apéro geniessen. Als nächstes Projekt soll ein früherer Schopf vis-à-vis zur Garage für Velo, Velo­anhänger und Kinderwagen werden. Den können sie ja dann bei der großen Party im Sommer 2021 gleich miteinweihen.

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