Seinen 85. Geburtstag kann am heutigen Donnerstag der frühere Rotzler Ortsvorsteher Oswald Ebner feiern. Während 24 Jahren von 1980 bis im Jahre 2004 stand der Jubilar an der Spitze des höchstgelegenen Laufenburger Stadtteils Rotzel, an dessen Entwicklung er wesentlichen Anteil hatte.

Großer Einsatz für Rotzel

Wenn Oswald Ebner aus seinem Leben erzählt, dann wird deutlich, wie sehr ihm der Stadtteil an das Herz gewachsen ist. „Es war nicht immer einfach, für meine Ideen und Pläne beim Ortschaftsrat Begeisterung zu finden und schon gar nicht bei den Bürgermeistern“, sagt Ebner. Er hatte es in seiner Amtszeit mit drei Bürgermeistern der Stadt Laufenburg zu tun. Wenn es nunmehr auch schon fast zwei Jahrzehnte sind, wo Oswald Ebner noch Ortsvorsteher war, denkt er doch gerne an seine Amtszeit zurück, wo vielfach seine Ansichten hart umkämpft waren. Schließlich aber schlussendlich sei immer ein Konsens getroffen wurde, der schließlich dafür sorgte, dass neben den Einheimischen auch viele Auswärtige den Stadtteil Rotzel so schön fanden, dass Rotzel mit Neubauten zum Domizil wurde.

Oswald Ebner erfreut sich einer guten geistigen und körperlichen Frische. So gehört zu seinen großen Freuden, dass sich der Stadtteil, auch nach seiner Amtszeit, so gut entwickelt hat. Ein intaktes Wasser- und Kanalnetz bildete schließlich die Grundlage, dass ain Rotzel, das am Südhang liegt, so gerne gebaut wurde. Der Bau des Bürgerhauses erfolgte zwar nach seiner Amtszeit, doch freut es ihn genauso, dass der Neubau schon fast zu einem Rotzler Wahrzeichen geworden ist.

Ein Rotzler Urgestein

Oswald Ebner ist ein Rotzler Urgestein. Auf dem heute immer noch bewirtschafteten Bauernhof an der Laufenburger Straße wuchs er auf. Schon als Kind musste er sich auf der Landwirtschaft nützlich machen. So erlernte er recht früh das Melken der Kühe und vielfach musste er diese Arbeit schon vor dem Schulbesuch verrichten. Er besuchte in Rotzel die Volksschule und anschließend die Fortbildungsschule. Nach der Winterschule in Laufenburg arbeite er dann bei der damaligen Firma Wuttig in der Laufenburger Oststadt. 1966 heiratete er seine Frau Martha, die sechs Kinder auf die Welt brachte. Fünf Jahre später übernahm er die elterliche Landwirtschaft und arbeitete dann neun Jahre bei der Firma Freudenberg in Oberwihl. Schon recht bald war sein Können auch als Personalrat gefragt. So war er während sieben Jahren auch Vorsitzender des Betriebsrates.

Engagiert in Vereinen

In den Erinnerungen von Oswald Ebner sind die Rotzler Vereine ein fester Bestandteil. Schon bald nach der Gründung des Fußballvereins schnürte er die Fußballstiefel, spielte fast immer als rechter Läufer, ehe er zur AH wechselte. Während 20 Jahren war er auch Abteilungsleiter und wurde vom Verein mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied ernannt. Mitgliedschaften im Radsportverein und im Rotzler Musikverein runden seine Vereinszugehörigkeiten ab. Längst hat er die Land- und Forstwirtschaft seinem Sohn Christian übergeben, doch ist er selber noch stets zur Hilfe bereit. So hat er jüngst Weißtannennachwuchs gegen Wildverbiss geschützt.

Corona bedingt wird die geplante Geburtstagsfeier nicht stattfinden, doch werden die Gratulanten trotzdem recht zahlreich sein. Sie werden sich den guten Wünschen seiner Frau, den Kindern und den 14 Enkeln anschließen.