Die Situation für Radfahrer im Bereich der Waldshuter Straße und dem Edeka-Center ist mit dem bekiesten Weg alles andere als optimal. Die Stadt möchte diese Situation verbessern und sie legte den Stadträten in der Sitzung am Montagabend dazu zwei Varianten vor, mit dem Ergebnis, dass sich vorläufig nichts ändern wird.

Zwei Varianten für den Radweg

Die von der Stadt vorgeschlagene erste Variante, die vorsieht den Zwischenabschnitt zu versiegeln, löst nur einen kleinen Teil der Misere, denn damit wäre der Bereich auf Höhe des E-Centers weiterhin ungelöst und der grundsätzlich durchgängig angestrebte Radweg bis zum Anschluss an den weiter östlich bereits bestehenden Radweg würde nicht erreicht.

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Der Zwischenabschnitt würde zudem nicht als richtiger Radweg gelten. Denn der Weg dient für die Autos auch als Anbindung der städtischen Liegenschaft sowie zu den bestehenden Garagen und der Trafostation der Stadtwerke. Außerdem würde die Aktion die Stadtkasse mit rund 72.000 Euro belasten. „Das ist viel Geld für diese Fläche“, betonte Bürgermeister Ulrich Krieger. Auch die Stadträte waren dieser Meinung, obwohl sie eine Verbesserung der Radfahrinfrastruktur wünschen.

Gespräche mit dem Landratsamt

Sie entschieden sich einstimmig für die zweite Variante, die vorsieht, zunächst mit dem Landkreis Gespräche aufzunehmen, um zu einer Lösung für die Verbesserung der Infrastruktur für die Radfahrer zu kommen, wohl wissend, dass eine Lösung noch länger auf sich warten lassen wird, wie Bürgermeister Ulrich Krieger erklärte.

Für den bekiesten Rad- und Fußgängerweg entlang dem Anwesen Waldshuter Straße?10 wird es kurzfristig keine bessere Lösung geben.
Für den bekiesten Rad- und Fußgängerweg entlang dem Anwesen Waldshuter Straße?10 wird es kurzfristig keine bessere Lösung geben. | Bild: Charlotte Fröse

Zudem verbaue sich die Stadt mit diesem Vorgehen nichts, denn sollte sich keine Lösung abzeichnen, könnte immer noch die erste Variante umgesetzt werden. Sollte die erste Variante jetzt umgesetzt werden und später doch eine ganz andere Lösung verwirklicht werden, würden möglicherweise doppelte Kosten für die Stadt entstehen, sagte Bürgermeister Krieger.

Vorschläge zur Verbesserung

„Es macht keinen Sinn, Geld auszugeben, solange noch nicht geklärt ist, wie eine Planung aussehen soll“, betonte auch SPD-Gemeinderat Robert Terbeck. Er schlug eine Ampellösung im Bereich der Zufahrt zum E-Center vor und forderte, dass auch seitens der Stadt nach eigenen Lösungen gesucht werden soll. Eine Führung des Radwegs über das Gelände des Laufenparks, wie vom Grünen-Stadtrat Jürgen Weber ins Gespräch gebracht, sei keine Lösung, erklärte Bürgermeister Krieger, da der Radweg dann über Privatgelände führen würde.

Problem bei einer südlich angelegten Radwegvariante sah Ulrich Krieger vor allem im Bereich an der engsten Stelle beim Abgang der Fußgängerunterführung zum Bahnhof. Das Problem sei zwar erkannt, aber es sei noch keine Lösung in Sicht, wie der Radweg auf die nördliche Seite der Straße weiter geführt werden könnte, berichtete Bürgermeister Krieger. Berücksichtigt werden müsse zudem der Ausbau der Elektrifizierung der Bahn, die möglicherweise Veränderungen der Verkehrssituation mit sich bringen werde, so Krieger.

Situation kurzfristig entschärfen

Der Bau eines richtigen Radwegs wäre außerdem förderfähig. Je nach Förderprogramm kann ein Zuschuss vom Land Baden-Württemberg zwischen 50 und 90 Prozent betragen. Um die Situation auf dem Radweg kurzfristig zu entschärfen, könnte nach einem Vorschlag von Grünen-Stadtrat Raimund Huber, statt dem groben Schotter auch ein Feinsplitt aufgebracht werden.

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