Erstmalig nach etwa zwei Monaten Corona-Zwangspause konnte der katholische Pfarrer Klaus Fietz am Pfingstsonntag in Laufenburg wieder einen Gottesdienst abhalten. Anlass bot das Patrozinium der Pfarrkirche Heilig Geist. Es wurde unter freiem Himmel auf dem Vorplatz des Altbaus der Hans-Thoma-Schule gefeiert.

Die Sicherheitsmaßnahmen, etwa der nötige Abstand durch breite Bestuhlung, konnte hier leicht umgesetzt werden. Pfarrer Fietz dankte hierfür dem Gemeindeteam, welches für den Aufbau gesorgt hatte.

Für die Gottesdienstgemeinde wurde auf dem Schulhof mit ausreichend Sicherheitsabstand gestuhlt.
Für die Gottesdienstgemeinde wurde auf dem Schulhof mit ausreichend Sicherheitsabstand gestuhlt. | Bild: Peter Meister

Gemeinsam mit Fietz gestaltete Diakon Wathek Matti den ganz speziellen Gottesdienst. Besonders in diesen schwierigen Zeiten sei es wertvoll, an die Niederkunft des Heiligen Geistes an Pfingsten zu erinnern, betonte der Pfarrer. Die Lesung aus der Apostelgeschichte übernahm Egon Gerteis. Da das gemeinsame Singen aus hygienischen Gründen nicht erlaubt war, umrahmten allein Johannes Böhler am Keyboard und Eva Koch mit ihrem Gesang der Kyrie den Gottesdienst musikalisch.

Pfarrer Klaus Fietz sprach in seiner Predigt davon, dass er es in seinen 37 Jahren Amtszeit noch nicht erlebt hatte, dass für längere Zeit keine Gemeindegttesdienste gefeiert werden konnten. Daher freute er sich umso mehr, dass die katholische Pfarrgemeinde nun die besondere Erlaubnis für das Abhalten des Patroziniums-Gottesdienstes erhalten hatte und dieser mit großem Interesse der Bevölkerung angenommen wurde.

Da gemeinsamer Gesang nicht erlaubt war, sorgten Johannes Böhler und Eva Koch (von links) allein für die musikalische Untermalung.
Da gemeinsamer Gesang nicht erlaubt war, sorgten Johannes Böhler und Eva Koch (von links) allein für die musikalische Untermalung. | Bild: Michelle Güntert

„Besonders in den Zeiten einer Krise kommt es auf Jeden und Jede von uns an und wir müssen Nächstenliebe walten lassen, damit wir die Krise gemeinsam überstehen“, predigte Fietz. Er erinnerte in einem besonderen Gebet für die Partnergemeinde in Peru an die geplatzte Peru-Reise des Gemeindeteams und gedachte den Menschen dort. Die Kollekte, um die am Ende des Gottesdienstes gebeten wurde, kommt dem Renovabis-Projekt zugute, das Hilfe für Menschen in Osteuropa bietet.

Da die Umsetzung des Gottesdienstes so gut funktioniert hat, wird diese Form des Gottesdienstes bei gutem Wetter anlässlich des Fronleichnam-Festes im gleichen Rahmen wiederholt. Zur Erinnerung werden auch dann wieder eineinhalb Stunden vor Beginn die Glocken der Heilig-Geist-Kirche läuten.

75 Jahre Geschichte. 75 Jahre Erfahrung. 75 Jahre Journalismus. Sichern Sie sich jetzt für kurze Zeit ein ganzes Jahr zum Jubiläumspreis von 75 €.