Zum Auftakt der 21. Laufenburger grenzüberschreitenden Kulturtage „Fliessende Grenzen“, wanderten am Samstagabend immer wieder bange Blicke in den Himmel: „Wird das Wetter halten?“ Es hielt, zumindest bis etwa zur Hälfte des Freiluft-Konzerts in der Codman-Anlage. Dann beendete sehr zum Leidwesen der Zuhörer und der Veranstalter der Regen das amüsante musikalische Intermezzo des Acoustic Fun Orchestra aus Freiburg.

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Renata Vogt, Vorsitzende der grenzüberschreitenden Kulturkommission Laufenburg, zeigte ihre große Freude darüber, nach einer sehr langen Corona bedingten Zwangspause, endlich wieder Kultur auf die Laufenburger Bühnen bringen zu können. Sie fragte: „Braucht die Stadt Kultur?“ und sie blieb die Antwort nicht schuldig: „Ja!“ Auch Stadtammann Herbert Weiss pflichtete dieser Aussage bei. Er sagte rückblickend auf die durch die Corona-Pandemie bedingte lange andauernde Zwangspause: „Kultur genießen, miteinander ins Gespräch kommen, die Menschen haben das verdient“. Weiss dankte den Organisatoren hüben und drüben des Rheins für ihr grenzüberschreitendes Engagement in Sachen Kultur. Bürgermeister Ulrich Krieger betonte die Kostbarkeit der Kulturtage, die zudem ein deutliches Zeichen für die Verbundenheit beider Städte darstelle. Er versprach: „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Sachen Kultur wird weiter gehen.“

Die Band, in der Besetzung mit Coco Buchholz, Robert Scheffert, Lorenz Buchholz und Tilo Buchholz, hielt was sie versprach. Mit viel Power und Spaß machten sie ganz unverhohlen vor keinem großen Hit halt. Dabei mixten sie munter drauf los. Große Rock- und Pop-Klassiker wurden kräftig durchgeschüttelt. Heraus kam dabei eine musikalische hintersinnige aber durchaus kurzweilige Reise durch die letzten 40 Jahre Rock- und Popgeschichte, zusammengefasst in ihrem aktuellen Programm „Trip To Mixico“.

Sie brachten Songs, darunter so manchen Ohrwurm, auf die Bühne, die man eigentlich kennt, aber irgendwie doch ganz anders. Der Wechsel der Stücke war rasend schnell. Beim Titelsong „Trip To Mixico“ wurde dies besonders deutlich. Kein darin verpackter Song dauerte länger als elf Sekunden und das ohne Unterbruch über gut drei Minuten. Tollkühne Medleys waren zu hören, so beispielsweise beim Song „Sweet Home Alabama“ der kurzerhand nach München versetzt wurden und in dem plötzlich bayrische Folklore erklang. Das Publikum hatte seine Freude an den „gegen den Strich gebürsteten“ großen Hits. Applaus war dem Acoustic Fun Orchestrar sicher.