Selbst alteingesessene Laufenburger bestätigen: Es dürften mehr als 50 Jahre vergangen sein, als der letzte Lebensmittelhändler in der Schweizer Altstadt von Laufenburg dichtmachte. Gestellt haben das Baugesuch Marko Djurdjevic und Irena Iceva aus Rheinfelden. Sie haben die Liegenschaft, in der früher das Restaurant „Meerfräulein“ die Gäste bewirtete, gekauft und wollen hier ein Lebensmittelgeschäft eröffnen. Djurdjevic sagt: „Ich habe mich gleich in das Haus verliebt, als ich es zum ersten Mal sah.“

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Welche Zukunft die Gesamtliegenschaft haben werde, stehe noch nicht fest, sagt der neue Eigentümer. Die Nutzung des Erdgeschosses als Lebensmittelgeschäft sei jetzt das erste Teilprojekt. Geplant sei, in dem rund 120 Quadratmeter großen Geschäft hauptsächlich Produkte des Juraparks Aargau zu verkaufen. Zu „80 bis 90 Prozent“, so Djurdjevic, solle das Sortiment daraus bestehen. Hinzu kämen Getränke. Tiefkühlware solle es keine geben.

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Djurdjevic schildert den baulichen Zustand der Liegenschaft als gut. Lediglich in den Brandschutz müsse investiert werden. Sonst aber seien die Bedingungen für den Betrieb eines Lebensmittelgeschäfts dort schon jetzt gegeben, insbesondere das Raumklima zwecks Lagerung der frischen Ware stimme.

Djurdjevic sagt, er arbeite als Physiotherapeut in Basel. Partnerin Iceva sei als Controllerin in der Wirtschaft tätig. Beide werden zunächst ihre Jobs behalten und den Laden nebenbei führen. Wer darin die Kunden bedient und zu welchen Öffnungszeiten, stehe noch nicht fest. Djurdjevic sagt: „Wir wollen mit dem neuen Angebot vor allem die Altstadt wiederbeleben.“

Als Quartierladen für die Altstadt und als Grundversorger für ihre nicht mehr so mobile Bewohnerschaft, auch die auf Seite von Laufenburg/D, hätte er eine Chance. Der Betrieb solle „auch Spass machen“ und müsse nicht auf Anhieb Gewinn abwerfen, so Djurdjevic.

Selbst Ur-Laufenburger wie Felix Klingele, Jahrgang 1950, wissen nicht mehr exakt zu beziffern, bis wann es in der Altstadt noch Lebensmittelläden gab. Klingele schätzt, dass die letzten Ende der 1960er-Jahre schlossen.