Weil der Gemeinderat Laufenburg wegen der Corona-Pandemie nicht einberufen wurde, hat Bürgermeister Ulrich Krieger eine ganze Reihe von öffentlichen Aufträgen am Donnerstag und Freitag als Eilentscheidung vergeben. Wie er am Freitag mitteilte, liegt das Auftragsvolumen bei insgesamt über 460.000 Euro. Es umfasst unter anderem die Beschaffung eines neuen Einsatzleitwagens und von Digitalfunkgeräten für die Feuerwehr sowie Schreinerarbeiten im Rahmen der Innensanierung der Hans-Thoma-Schule. Alle getroffenen Eilentscheidungen werden dem Gemeinderat in der nächsten Sitzung nachträglich zur Genehmigung vorgelegt.

Einsatzleitwagen und Digitalfunkgeräte

Zur Wahrung der Zuschlagsfristen, so der Bürgermeister, habe die Beschaffung eines neuen Einsatzleitwagens für die Feuerwehr geregelt werden müssen. Die Firma Rauber wurde mit der Lieferung des Fahrgestells und die Firma Barth mit dem Ausbau und Beladung beauftragt. Die Bruttoauftragssumme beträgt laut Stadtverwaltung 131.000 Euro. Da das Fahrzeug mit 120.000 Euro kalkuliert war, stimmte der Bürgermeister auch der außerplanmäßigen Ausgabe in Höhe von knapp 11.000 Euro zu.

Über die Vergabe der Beschaffung von Digitalfunkgeräten habe zur Wahrung der Angebotsfristen entschieden werden müssen, so Krieger. Der Bürgermeister entschied, dass die Firma Meder Com-Tech mit der Lieferung und dem Einbau der Digitalfunktgeräte beauftragt wird. Deren Angebot betrug 48.000 Euro. Insgesamt hätten zwei Angebote vorgelegen, so Krieger.

Neue Türen für die Hans-Thoma-Schule

Im Rahmen der Sanierung der Hans-Thoma-Schule Laufenburg gehen zwei Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 205.000 Euro an die Firma Ebner Raumideen aus Rotzel. Die Schreinerei wird die neuen Türen sowohl für den Neu- wie den Altbau liefern. Die Eilentscheidungen waren notwendig geworden, um die Zuschlagsfristen einzuhalten, so der Bürgermeister. Für das Gewerk im Neubau seien zwei, für das im Altbau drei Angebote eingegangen.

Erweiterte Aufträge für Sanierung des Stadtwegs

Für die Sanierung des Stadtwegs wurden drei Nachtragsangebote der Firma Schleith in Höhe von insgesamt 79.000 Euro vergeben. Dabei habe es sich um zwei Erweiterungen der Leistung und um die Deponierung von Aushub gehandelt, so Krieger. Es hätten zusätzlich Ausbesserungsarbeiten Richtung Laufenpark vorgenommen und das Straßenniveau massiv erhöht werden müssen. Nach vorgeschriebener Untersuchung des Haufwerkes sei dieses als Deponieklasse II eingestuft worden, was weitere zusätzliche Kosten verursacht habe. Inklusive Hauptauftrag liege die Gesamtsumme nun bei 233.000 Euro. Die ursprüngliche Kostenberechnung des Stadtbauamtes sah für die geplante Maßnahme eine Summe in Höhe von 262.000 Euro vor.

Der Fristwahrung bei privaten Bauanträgen dienten zwei weitere Eilentscheidungen. Vorbehaltlich der für landwirtschaftliche Projekte erforderlichen Privilegierung stellte der Bürgermeister das Einvernehmen zum Abbruch und vergrößerten Neuerrichtung eines Gartenhauses an der Fabrikstraße in Binzgen her. Einvernehmen gab es auch für den Einbau einer Dachgaube in ein Haus in Rotzel.