Das 150-jähriges Bestehen des Musikvereins Hochsal feierte der Verein am Samstag im Bürgersaal Rotzel – weil die Jubiläum im vergangenen Jahr nicht stattfinden konnte, mit einjähriger Verspätung. 90 geladene Gäste, unter denen sich Bürgermeister Ulrich Krieger, Pfarrer Klaus Fietz, Ortsvorsteher Manfred Ebner, einige Gemeinderäte, sowie Ehrengäste und Mitglieder befreundeter Vereine befanden, kamen zum Sektempfang und Festbankett.

Das Konzert begann mit der Komposition von Dietrich Bonhoeffer „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ und erinnerte an die schweren Zeiten, die viele Bürger während des Dritten Reiches erlebten.

Danach begrüßten die Vorsitzende Veronika Kaiser und ihre Stellvertreterin Nora Tröndle, die beide im Orchester aktiv mitspielen, die Gäste. Sie sollten sich nicht nur an den musikalischen Leckerbissen erfreuen, sondern auch kulinarisch am Fingerfood-Buffet. Der Verein hatte außerdem ein kniffliges Quiz vorbereitet, an dem sich selbst der Bürgermeister als echter Hochsaler die Zähne ausbiss. Nur drei Teilnehmer, Manuela Pfister, Christel Ebers und Illia Kravchenko, bekamen am Ende einen Preis.

Auch der Bürgermeister, als echter Hochsaler, musste eine Weile studieren, bis er das Lösungswort Register durch Erraten der acht Fragen ...
Auch der Bürgermeister, als echter Hochsaler, musste eine Weile studieren, bis er das Lösungswort Register durch Erraten der acht Fragen herausbekommen hat. Bild: Reinhard Herbrig

Mit dem William Blueheart March wurde das Konzert fortgesetzt. Die Komposition Irish Castle erforderte besonders viele mühsame Stunden Proben, bis sie konzertreif war, erklärte die Dirigentin Sylvia Baratti-Mannsbart, die gleichzeitig die Moderation vornahm. Mit der Polka „Von Freund zu Freund“ begab man sich dann wieder in die traditionelle Blasmusik.

Im Anschluss hatten Gäste das Wort: Ulrich Krieger überbrachte zum „150 plus 1-Jubiläum“ des MV Hochsal die Glückwünsche und Grüße der Stadt. Auch wenn es bedauerlich sei, dass der Musikverein sein eigentliches Jubiläum 2021 nicht feiern konnte, zeige ein Blick in die Geschichte, dass der MV schon ganz andere Schwierigkeiten überstanden hat. Die Gründung lag 1871 direkt nach dem Ende des deutsch-französischen Krieges. Außer Arbeit und Kirche habe es in der folgenden Nachkriegszeit kaum Abwechslung gegeben. Heute seien Musikvereine für die dörflichen Gemeinschaften immer noch wichtig, um die Menschen zusammenzubringen. Dies sehe man am Blumenfest, dem Jahreskonzert und dem Festbankett. Natürlich mache der Musikverein Hochsal in der Region bekannt und er sorge dafür, dass junge Menschen ein Musikinstrument lernen, lobte Krieger und übergab ein Geldgeschenk zur Deckung der Unkosten des Jubiläums.

Die Vorsitzenden der Musikvereine von Laufenburg und Rotzel, der Höllenknechte Hochsal und des Harmonika-Orchesters Laufenburg schlossen sich diesen guten Wünschen an und hatten ebenfalls Geld- und Sachspenden im Gepäck.

Danach ging es, nach einem kleinen Abstecher in die Prärie, mit der Filmmusik von Hans Zimmer „Spirit Stallion of the Cimarron“ wieder mit zünftiger Blasmusik mit der Polka „Immer wieder böhmisch“ und den Zugaben Polka Nr. 37, der Albtal-Polka und dem Hoch Badener Land, zum Ende des kleinen Konzertes, das im Frühjahr beim Jahreskonzert in der Rappensteinhalle in größerem Rahmen wiederholt werden wird.