In Laufenburg und Murg entwickelte sich das Tourismusgeschäft 2019 völlig unterschiedlich. Während nach den Zahlen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg in der Waldstadt das vergangene Jahr im Fremdenverkehrsbereich das schlechteste seit 2006 war, kann die westlich gelegene Nachbargemeinde sowohl bei den Ankünften wie bei den Übernachtungen Rekordzahlen vermelden. Dennoch liegt Laufenburg in beiden Kategorien weiterhin deutlich klar vor Murg.

Derzeit stehen in Laufenburg 112 Übernachtungsbetten in fünf Beherbergungsbetrieben mit mehr als zehn Schlafgelegenheiten zur Verfügung. Diese 112 Betten waren vergangenes Jahr laut Landesamt nur zu 39,7 Prozent ausgelastet. Dies ist der niedrigste Wert seit 2006, als allerdings nur 81 Betten zur Verfügung standen. Vergangenes Jahr kamen 8627 Gäste in Laufenburg an, 175 weniger als 2018. Besonders stark ging um 391 die Zahl der Gäste aus dem Ausland von 2831 auf 2440 zurück. Zum Vergleich: Die bisher höchste Zahl an Ankünften verzeichneten die Statistiker mit 9576 im Jahr 2014. Analog zu den Ankünften sank auch die Zahl der Übernachtungen um 509 von 16.543 (2018) auf 16.025 (2019). Unverändert blieb die Aufenhaltsdauer von durchschnittlich 1,9 Tagen.

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Murg hat 2019 bei den Ankünften erstmal die 4000er und bei den Übernachtungen die 9000er Marke durchbrochen. Ganz genau kamen laut Statistischem Landesamt vergangenes Jahr 4089 Übernachtungsgäste in der Gemeinde an, das sind 265 mehr als im Jahr 2017. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 578 auf 9168 an. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste liegt bei 2,2 Tagen. Wesentlichen Anteil an der postiven Entwicklung des Tourismus in Murg dürfte der 2011 eröffnete Naturzeltplatz von Hochrhein-Kanu haben. Damals wurde die Zahl der Übernachtungsmöglichkeiten in der Gemeinde auf aktuell 139 verdreifacht, die vergangenes Jahr durchschnittlich zu 22,1 Prozent ausgelastet waren. Seit 2008 hat sich die Zahl der Gästeankünfte in der Gemeinde verzweieinhalbfacht, die Zahl der Übernachtungen sogar verdreifacht.

Im gesamten Landkreis Waldshut war 2019 ein vergleichsweise gutes Tourismusjahr. Es wurden rund 403.000 Gästeankünfte gezählt, bisher waren es nur 2017 mehr gewesen. Allerdings wurden nur 1,347 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Seit 1984 wurden nur in drei Jahren weniger Übernachtungen gezählt. Ursache hierfür ist unter anderem die sich stetig verkürzende Aufenthaltsdauer der Gäste, die derzeit durchschnittlich 3,3 Tage im Landkreis verweilen. 2004 blieb jeder Gast im Durchschnitt 4,5 und 1984 sogar 7,2 Tage lang.

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