Die Hans-Thoma-Schule Laufenburg ist zusammen mit fünf weiteren Schulen im Land für den Würth Bildungspreis 2021 nominiert. Um die Teilnahme konnten sich alle allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg bewerben. Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung bestimmte unter ihnen die sechs Teilnehmer. Aus jeder Schule setzt im kommenden Schuljahr eine Klasse oder eine Arbeitsgruppe ein Projekt um, bei dem unternehmerisches Handeln im Mittelpunkt steht. Insgesamt ist der Würth Bildungspreis mit 48.000 Euro dotiert.

„Ich freue mich sehr, dass die Hans-Thoma-Schule für den Bildungspreis nominiert wurde und wir unter den letzten sechs Schulen stehen“, so Schulleiterin Janine Regel-Zachmann. Die Schule geht mit ihrem Projekt eines Waldklassenzimmers ins Rennen um den Bildungspreis. Die künftige Klasse R9c will im Andelsbachtal einen Unterrichtsort schaffen, der später der ganzen Schule für bestimmte Unterrichtsinhalte zur Verfügung stehen soll. Die Realschüler werden das Waldzimmer selbst planen und Partner für die Finanzierung und Umsetzung suchen. Regel-Zachmann: „Das ist ein sehr forderndes Projekt, das nicht die Lehrer voranbringen sollen, sondern die Schüler selbst.“

Mit der Nominierung für den Bildungspreis hat die Klasse bereits 6000 Euro Startkapital erhalten. Sie kann das Geld für Sachmittel einsetzen und erhält professionelle Beratung und fachliche Unterstützung. Darüber hinaus
können sich die Schüler weitere Partner vor Ort suchen. Wie Regel-Zachmann sagte, haben zwei Firmen bereits jeweils 500 Euro gespendet. Auch um Know-how werden die Schüler bei Firmen in Laufenburg und Umgebung anklopfen, so könnte zum Beispiel ein Architekturbüro die Planung des Waldklassenzimmers unterstützen oder eine Zimmerei bei der baulichen Umsetzung.

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Der Wettbewerb läuft das gesamte Jahr über. Zu Beginn des neuen Schuljahrs stellen Schüler der sechs nominierten Schulen ihr Vorhaben der Jury des Kompetenzzentrums Ökonomische Bildung vor, zum Halbjahr ziehen sie eine Zwischenbilanz und erhalten Rückmeldung von der Jury. Und natürlich muss das vorgeschlagene Projekt auch umgesetzt werden. Am Ende des Schuljahrs legen die Schüler das Ergebnis in einer 30-minütigen Präsentation vor der Jury dar. Bei ihrer Bewertung geht diese auf Fragen ein wie: Haben die Schüler ökonomische Kompetenzen erworben? Haben sie sich aktiv eingebracht? Wurde eine für die Schule neue Aktivität realisiert? Wurden Strukturen geschaffen, um die Aktivitäten nachhaltig in der Schule zu verankern? Ist die Initiative auf andere Schulen übertragbar?

Der erste Platz in dem Wettbewerb wird mit 4000 bedacht, die beiden folgenden mit 3000 beziehungsweise 2000 Euro, der vierte bis sechste Preis ist mit jeweils 1000 Euro dotiert. Die Preise und Urkunden werden in der Landeshauptstadt von Vertretern der Stiftung Würth und des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport überreicht.

Nach Ende des Projekts bleiben die Schulen für zwei weitere Jahre im Würth
Förderkreis. Sie können sich dort in zahlreichen Veranstaltungen austauschen und vernetzen.