Eine Woche lang war der Truck „Discover Industry“ von „Coaching4Future“ zu Gast an der Hans-Thoma-Schule Laufenburg. Discover Industry hat die Zielsetzung, praktische Anwendungen der Fächer Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Technik (Mint) und Berufe aus diesem Bereich vorzustellen. Damit leistet dieses gemeinsame Angebot der Baden-Württemberg-Stiftung, des Arbeitgeberverbands Südwestmetall und der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit einen Beitrag zur Berufsorientierung und möchte dem Fachkräftemangel vorbeugen.

Eine Woche lang machte der Discover-Industry Truck vor der Laufenburger Hans-Thoma-Schule Station.
Eine Woche lang machte der Discover-Industry Truck vor der Laufenburger Hans-Thoma-Schule Station. | Bild: Fabian Zoller-Wunderlich/Hans-Thoma-Schule Laufenburg

Alle Schüler der Jahrgänge 7 bis 9 konnten bei dem Angebot einen Einblick in die Arbeitsweisen der modernen Industrie bekommen und vieles selbst ausprobieren, teilt die Schule mit. „Wir sind froh, dass wir den Truck zu uns an die Schule holen konnten. Durch die Pandemie konnten unsere Schüler dieses Jahr keine Praktika in Betrieben absolvieren. Für die Berufsorientierung, die bei uns einen hohen Stellenwert hat, war der Rundgang durch das Ausstellungsfahrzeug und der anschließende Workshop ein großer Gewinn. Besonders gut ist an diesem Format, dass die Schüler selbst tätig werden und modernste Geräte selbst ausprobieren dürfen“, freut sich Konrektor Fabian Zoller-Wunderlich.

Michelle Pöschl testet ein Fahrzeugmodell im Windkanal.
Michelle Pöschl testet ein Fahrzeugmodell im Windkanal. | Bild: Fabian Zoller-Wunderlich/Hans-Thoma-Schule Laufenburg

Bei Discover Industry lernen die Jugendlichen die Produktentstehung und die beruflichen Perspektiven in der Industrie kennen. Die Schüler begreifen an fünf Stationen die wesentlichen Schritte, die notwendig sind, um ein Produkt industriell zu fertigen. Neuntklässler Philipp Bartsch interessiert sich für Robotik und konnte sich besonders für das Programmieren des Roboterarms begeistern. „Die richtigen Koordinaten zu finden war ganz schön knifflig. Man muss schon genau überlegen. Eine Herausforderung, die echt Spaß gemacht hat“, freute sich der 15-Jährige. Klassenkameradin Michelle Pöschl kann sich vorstellen, später in einem Mint-Beruf zu arbeiten. Derzeit interessiert sie sich für den Beruf der Architektin. Ihr gefällt daran, dass man kreativ sein kann und die Ergebnisse der eigenen Arbeit sichtbar werden.

Philipp Bartsch programmiert einen Industrieroboter.
Philipp Bartsch programmiert einen Industrieroboter. | Bild: Fabian Zoller-Wunderlich/Hans-Thoma-Schule Laufenburg

Genau das konnten die Jungen und Mädchen im zweiten Teil das Programms beim Workshop zum Thema „Objekte konstruieren“ erfahren. Dabei wurde unter Anleitung der Coaches Jacqueline Pernet und Domenic Kratzer in Gruppen mithilfe eines Zeichenprogramms am PC ein „Fidget Spinner“, eine Art Handkreisel, entworfen. Die beiden waren sichtlich erfreut am Einfallsreichtum der Laufenburger Schüler und beteuerten, selten so ausgefallene Entwürfe gesehen zu haben. Jede Klasse einigte sich auf das beste Modell, das dann im Truck von einem 3-D-Drucker hergestellt wurde und als Erinnerung an der Schule bleibt.