Im Gespräch mit Diplomaten aus 19 Nationen: Schüler der Laufenburger Hans-Thoma-Schule kamen am Mittwochabend bei einem Netzwerk-Anlass mit Diplomaten und Akteuren der Hochrheinkommission in ihrem World Café zusammen. Im Zuge ihrer Diplomatenausbildung, einer Initiative des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland, informierten sich die Gäste über Besonderheiten und Chancen von Grenzregionen.

Dazu besuchten sie im Zuge ihrer fünftägigen Trainings-Tour neben Stuttgart, Konstanz, Vaduz (Lichtenstein), Freiburg und Straßburg (Frankreich) auch Laufenburg und lernten dabei die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf der lokalen Ebene kennen.

Den Anstoß zum World Café gab die Geschäftsführerin der Hochrheinkommission, Vanessa Edmeier, die sich mit der Idee an die Rektorin der Hans-Thoma-Schule, Janine Regel-Zachmann, wandte und auf offene Ohren stieß. Ausgearbeitet wurden die Themen des World Cafés von der Englischlehrerin Cornelia Hämmerle und rund 22 Schülern der Realschulkasse 9b.

Hintergrund

An fünf Stationen mit den Themen: Leben und Arbeiten, Historisches Laufenburg, Essen und Trinken, offene Grenzen sowie Fasnacht, präsentierten die Schüler Besonderheiten der beiden Städte Laufenburg und kamen dabei mit den Gästen aus aller Welt ins Gespräch. Janine Regel-Zachmann sagte zur Aktion: „Es ist uns eine große Ehre, die Welt zu Gast zu haben.“ Einer der Gäste, Wissem Moatemri aus Tunesien, betonte, dass es eine große Freude für die Gruppe gewesen sei, mit den Schülern in Kontakt zu kommen.

Ihren internationalen Gästen stellten die Jugendlichen auch die grenzüberschreitenden Besonderheiten von Laufenburg vor.
Ihren internationalen Gästen stellten die Jugendlichen auch die grenzüberschreitenden Besonderheiten von Laufenburg vor. | Bild: Charlotte Fröse

Im Vorfeld des Besuchs der Diplomaten in der Schule lernten die Besucher auf der lokalen Ebene von Laufenburg, einer Stadt in zwei Ländern, die Zusammenarbeit beider Städte bei einem ausgiebigen Stadtrundgang mit Bürgermeister Ulrich Krieger und Stadtammann Herbert Weiss auf verschiedenen Bereichen wie Tourismus, Kultur, Politik und weiteren Gebieten kennen. Vanessa Edmeier betonte, dass gerade die besondere grenzüberschreitende Kooperation am Hochrhein und die selbstverständliche und unkomplizierte Überquerung der deutsch-schweizerischen Grenze verdeutliche, dass dies mit Blick in anderen Grenzregionen der Erde, nicht selbstverständlich sei.

Die Gäste seien sehr beindruckt gewesen von der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der beiden Städte betonte Gesa Giesing, die Programm-Managerin der Delegation. „So muss man es machen“, zitierte sie eine Teilnehmerin des Rundgangs.

Ulrich Krieger, Bürgermeister und Gemeindevertreter der Hochrheinkommission für den Landkreis Waldshut, betonte in seiner Ansprache in der Hans-Thoma-Schule, dass die Begegnung mit den Diplomaten auch dazu beitragen könne, von anderen Ländern zu lernen und Anstöße dazu zu geben, was in der Region noch besser gemacht werden könne.

Das könnte Sie auch interessieren