In Laufenburg wird es aus Gründen der Energieeinsparung im Winter finster und in städtischen Gebäuden kälter werden. Häuser und Baudenkmäler bleiben im Dunkeln. Die Temperatur in Arbeitsräumen der Verwaltung wird gesenkt und es gibt nur noch kaltes Wasser zum Händewaschen. Duschen in Sporthallen ist nicht mehr möglich.

„Wir müssen Energie sparen, wenn wir durch den Winter kommen wollen“, betonte Bürgermeister Ulrich Krieger am Montagabend in der ersten Sitzung des Gemeinderats nach der Sommerpause. Hauptamtsleiterin Carina Walenciak stellte den Maßnahmenkatalog der Bundesverordnung vor, der in etlichen Bereichen für Laufenburg deutliche Einschränkungen bringen wird, andererseits jedoch auch Energie einsparen soll.

Rathaus-Foyer bleibt ungeheizt

Auf jeden Fall heißt das für viele Betroffene: warm anziehen. Schulen und Kindergärten betreffen diese Maßnahme nicht, jedoch dürfen auch dort die Hände nur noch mit kalten Wasser gewaschen werden. Dies gilt auch in allen anderen städtischen Gebäuden. Im Rathaus und beispielsweise auch im Bauhof werden sich die Mitarbeiter auf kühlere Temperaturen einstellen müssen. Die Raumtemperatur soll auf 19 Grad gesenkt werden. Foyers wie im Rathaus und in Hallen sowie im Bürgerhaus werden laut Verordnung gar nicht mehr beheizt.

Das Schlössle, der Wehrturm, Kirchen, die Laufenbrücke und unter anderem auch der Kriegerfelsen werden entsprechend der Verordnung in der Nacht im Dunklen bleiben. Um jedoch die Sicherheit der Fußgänger zu gewährleisten, bleiben Sicherheits- und Notbeleuchtungen weiter an. Auch in der Schweizer Schwesterstadt sollen entsprechende Beschlüsse zur Beleuchtung von Gebäuden und Baudenkmälern getroffen werden, wie die Hauptamtsleiterin mitteilte. Eine Weihnachtsbeleuchtung wird es auch hier nicht geben.

Duschen werden ganz geschlossen

Neben den von der Bundesregierung vorgegebenen Maßnahmen wurden in Laufenburg bereits freiwillige Zusatzmaßnahmen umgesetzt. Dazu fand im Vorfeld eine Begehung aller städtischen Gebäude statt, wo zusammen mit städtischen Mitarbeitern und externen Fachleuten nach Energiesparpotentialen gesucht wurde.

Als Ergebnis zeigte Hauptamtsleiterin Walenciak auf, dass unter anderem die Beleuchtung des Schaufensters der Tourist-Info abgeschalten wurde. Die Nachtabsenkungen in städtischen Gebäuden wurden individuell ausgeweitet und der Start der Heizperiode verzögert. In den städtischen Sporthallen wird es keine Duschmöglichkeiten mehr geben. Kaltduschen werde nicht erlaubt, weil sich bei niedrigen Temperaturen in den Duschleitungen Legionellen bilden könnten, so Bürgermeister Krieger.

Vereine und entsprechende Dienststellen, welche die Gebäude nutzen, sollen zudem zum Thema Energiesparen sensibilisiert werden. Wo immer möglich, soll an Gebäuden und bei der Straßenbeleuchtung ein Austausch auf LED-Leuchtmittel sowie eine Reduzierung der Beleuchtung vorgenommen werden. Die Einsparungen betreffen aber auch Mieter von stadteigenen Wohnungen. Hier soll die Raumtemperatur verbindlich auf 20 Grad gedrosselt werden.

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