Laufenburg – Unter dem Motto „Laufenburg aus der Luft betrachtet vor 50 und mehr Jahren“ fand am Mittwochnachmittag im Foyer des Rathauses, eine Vernissage statt. Gezeigt werden Bilder von Laufenburg, wie sich die Kommune in den zurückliegenden fünf Jahrzehnten von einer Industrie- zu einer Dienstleistungsstadt entwickelt hat.

Erinnerung an alte Zeiten

Bürgermeister Ulrich Krieger hatte dazu viele prominente Gäste eingeladen, die sich noch an die alten Zeiten erinnern konnten, wie Franz Schwendemann, Bernd Herding, Hannes Burger und Martin Blümcke. Sie waren gekommen, um die schönen Aufnahmen, die Egon Gerteis, zusammen mit Bernd Herding zusammengestellt hatte, zu bestaunen und sich an alte Zeiten zu erinnern. Die Bilder wurden durch Schriftdokumente, wie zum Beispiel alten Rechnungen und Briefumschlägen von Firmen, die heute Geschichte sind, komplettiert. So ist eine Rechnung von 1936 von der Firma Anton Maurer für ein Damenfahrrad für 78 Reichsmark, die auf der fünften Schautafel zu sehen ist, zu sehen.

Ulrich Krieger dankte den 21 geladenen Gästen für ihr Kommen. Sie konnten sich zum großen Teil an die auf den sechs Schautafeln dargestellten Bilder und Dokumente aus mehr als 50 Jahren Laufenburger Geschichte gut erinnern. Besonders begrüßte er Egon Gerteis mit seiner Frau Hanni, der er gleichzeitig zu ihrem runden Geburtstag mit einem kleinen Präsent gratulierte.

Das Sprichwort: „Nichts ist beständiger, als der Wandel!“ hat sich auch an Laufenburg bewahrheitet. Ob früher alles besser war, kann man aus heutiger Sicht an der rasanten Entwicklung von Laufenburg mit dem Laufenpark und dem Schulzentrum auf dem Rappenstein, bezweifeln. Dank der Dokumente, die Egon Gerteis aufbewahrt hat, hofft Krieger, dass ähnliche Aufzeichnungen auch spätere Generationen in 50 oder 100 Jahren an unsere heutige Zeit erinnern.

Entwicklungen der Kommune

Danach übernahm Egon Gerteis das Wort, indem er jede der sechs Schautafeln kommentierte und auf vergangene Entwicklungen der Gemeinde verwies. Auf der ersten Tafel sind Bilder der H.C. Starck aus dem Jahre 1920 zu sehen, die schon damals Sondermetalle herstellte. Daneben die Elektro-Nitrum, die Firma Eggemann und Lange, die Seidenweberei, die über 700 Beschäftigte zählte. Auf der dritten Tafel ist das Dampfsägewerk zu sehen, wo heute der OBI-Baumarkt steht. Auf der sechsten Schautafel, wird beschrieben, wie 1910 der erste Zeppelin Luftbildaufnahmen von Laufenburg machte. Während die mittleren Bilder echte Aufnahmen aus einem Zeppelin sind, sind die übrigen Aufnahmen von Laufenburg, eine Fotomontage, auf dem ein Zeppelin zu sehen ist.

Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Diskussion unter den und man hörte oft die Redewendung: „Kannst du dich noch erinnern?“ Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen.