Die 21. Auflage der Laufenburger Kulturtage „Fliessende Grenzen“ wird um ein Jahr verschoben. Vom 31. Juli bis 16. August hätten Musiker, Kabarettisten und bildende Künstler bei einem Dutzend Veranstaltungen im badischen und im aargauischen Laufenburg auftreten sollen. Mit jeweils bis zu 300 Besuchern rechneten die Organisatoren. Daraus wird nun erst einmal nichts. „Die Gesundheit geht eindeutig vor“, sagt Renata Vogt vom Grenzüberschreitenden Kulturausschuss, dem jeweils je fünf Laufenburger aus der Schweiz und Deutschland angehören.

Renata Vogt bedauert die Verschiebung der Kulturtage. Aber: „Die Gesundheit geht eindeutig vor.“
Renata Vogt bedauert die Verschiebung der Kulturtage. Aber: „Die Gesundheit geht eindeutig vor.“ | Bild: Andrea Worthmann

Weil in Baden-Württemberg und im Aargau unterschiedliche Schutzbestimmungen gegen die Pandemie gelten, standen die Veranstalter des grenzüberschreitenden Kulturfestivals vor besonders vielen Unwägbarkeiten. Noch wisse zudem keiner, wie lange die Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz noch geschlossen bleibe, so Vogt. Auch sei zu befürchten gewesen, dass Künstler aus Italien vor ihrem Auftritt in eine zweiwöchige Quarantäne müssten. In Absprache mit Bürgermeister Ulrich Krieger und Stadtammann Herbert Weiss habe sich der Kulturausschuss deshalb entschieden, die Kulturtage nicht wie geplant abzuhalten.

Unter anderem hätten das internationale Jazz-Quartett Quadro Nuevo, das deutsch-schweizerische Musikkabarett Duo Luna-tic und das schweizerisch-italienische Clown-Duo Nina Dimitri und Silvana Gargiulo auftreten sollen. „Für diese und die anderen Künstler tut es mir besonders leid. Die haben im Augenblick alle keine Auftritte und keine Einnahmen“, so Vogt. Deshalb wolle der Kulturausschuss die Kulturtage nicht einfach absagen, sondern verschiebe sie um ein Jahr. Die Künstler seien eingeladen, im Sommer 2021 nach Laufenburg zu kommen.

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