Diese Formalien sind deshalb erforderlich, weil das 2002 geltende Landesjagdgesetz inzwischen durch das Jagd- und Wildtiermanagement abgelöst wurde. Neu ist darin, dass die Verwaltung der gemeindlichen Jagdbezirke, die seinerzeit von der Jagdgenossenschaftsversammlung an die Stadt Laufenburg übertragen worden war, nicht mehr unbefristet ist, sondern alle sechs Jahre wiederholt werden muss.

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Eine neue Abstimmung der Jagdgenossenschaftsversammlung ist also notwendig. Doch das ist nicht so einfach. Um die Jagdgenossenschaftsversammlung einzuberufen, muss erst einmal bekannt sein, wer einzuladen ist. Das klärt derzeit das Büro Tillig Geomatics durch die Erstellung eines Jagdkatasters. Dieses Kataster dient dazu, die stimmberechtigten Jagdgenossen sowie die bejagbare Fläche festzustellen. Grundlage sind aber nicht die künftigen Eigentumsverhältnisse gemäß dem Flurbereinigungsverfahren Laufenburg-Ost, das derzeit noch nicht abgeschlossen ist, sondern die noch bestehenden Eigentumsverhältnisse.

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Liegt das Jagdkataster vor, ist die Jagdgenossenschaft laut Beschluss des Gemeinderats einzuladen. Als Versammlungsleiter bestimmte das Gremium Bürgermeister Ulrich Krieger, als Schriftführerin die Ordnungsamtsleiterin Martina Bögle. Außerdem nahm der Gemeinderat einer aktualisierte Satzung der Jagdgenossenschaft zu. Vorbehaltlich wesentlicher Änderungen durch die Jagdgenossenschaftsversammlung.

Als nächstes hat der Gemeinderat 2022 über die Neuvergabe des Jagdbogens Laufenburg zu entscheiden. Der Jagdboden ist zusammen mit dem Eigenjagdbezirk an die gleichen Pächter vergeben. Diese haben signalisiert, den Pachtvertrag über 2022 hinaus verlängern zu wollen.