Das Sprichwort: „Was dem einen sein Ul, ist dem anderen sein Nachtigall!“ trifft auf diesen Sommer zu. Während die Bauern über die Trockenheit gestöhnt haben, war die Freude bei den Freibadbesuchern groß.

Die Freibäder in Laufenburg, Murg und Albbruck konnten in diesem Supersommer mit insgesamt 139.200 Besuchern die Rekordzahlen des Vor-Corona-Jahres 2018 sogar noch übertreffen. Ausschlaggebend dafür war der Supersommer, in denen besonders in den Monaten Juni, Juli und August ein Tag sonniger und heißer war als der andere. Das sorgte im Laufenburger Gartenstrandbad, im Murger Naturerlebnisbad und im Freibad Albbruck für volle Becken und Kassen. Während in Murg und Albbruck diesen Sonntag die Saison endet, bleibt das Gartenfreibad in Laufenburg noch bis Donnerstag, 15. September, geöffnet – wenn das Wetter nicht ganz wüst wird.

Sebastian und Dieter Gleichauf (von links) haben im Freibad von Albbruck nicht nur die Badegäste gut versorgt, sondern sogar Badegäste ...
Sebastian und Dieter Gleichauf (von links) haben im Freibad von Albbruck nicht nur die Badegäste gut versorgt, sondern sogar Badegäste vor dem Ertrinken gerettet. | Bild: Reinhard Herbrig

Die meisten Besucher, nämlich 54.200 bis Mittwoch, konnte das Albbrucker Freibad verzeichnen. Wie uns Schwimmmeister und Betriebsleiter Sebastian Gleichauf erklärte, lag diese Zahl sogar unter dem langjährigen Mittel. Seit der Eröffnung 1987 besuchten im Schnitt jährlich 63.270 Badegäste das Freibad. 2003 lag die Zahl sogar bei 90.250 Besuchern. Das ist bis heute Rekord.

Bademeister retten zwei Personen vor dem Ertrinken

Aber auch mit den diesjährigen Besucherzahlen hatten die beiden Betreuer, Sebastian Gleichlauf und sein Vater Dieter, der das Schwimmbad bis vor 15 Jahren geleitet hatte und jetzt stellvertretender Betriebsleiter ist, alle Hände voll zu tun.

Aufgrund der Größe des Bades, seiner großen Rutschbahn und seinem fünf Meter hohen Sprungturm, passieren auch eher schwerere Unfälle, sodass zweimal ein Hubschrauber und einmal der Rettungswagen gerufen werden mussten. Dank eines beherzten Sprungs ins Wasser, konnte Dieter Gleichauf eine erwachsene Person vor dem Ertrinken retten, und ein Kind konnte von Sebastian Gleichauf wiederbelebt werden.

100 Personen machten in Albbruck einen Schwimmkurs

Damit solche Unfälle möglichst wenig passieren, haben Dieter und Sebastian Gleichauf acht Schwimmkurse mit insgesamt 100 Personen im Alter von sechs bis zehn Jahren durchgeführt. Von diesen Teilnehmern konnten 92 Personen die Kurse erfolgreich mit dem Erlangen des Seepferdchens abschließen. Am Sonntag, 19. Juni, strömte mit 1700 Personen die größte Anzahl von Badegästen an einem einzigen Tag ins Freibad.

Auf Platz zwei unter den drei Bädern landete gemessen an der Besucherzahl das Naturerlebnisbad Murg. Murhena-Schwimmmeister René Flohr konnte in dieser Saison 43.500 Badegäste verzeichnen. Die höchste Zahl an einem Tag wurde am Sonntag, 24. Juli, mit 1260 Besuchern gezählt. Im Murger Bad gab es in dieser Saison keine größeren Vorkommnisse.

Schwimmmeister Uwe Abele (rechts) und Rettungsschwimmer Ralf Schlüchen haben die 41.500 Badegäste im Gartenfreibad von Laufenburg gut ...
Schwimmmeister Uwe Abele (rechts) und Rettungsschwimmer Ralf Schlüchen haben die 41.500 Badegäste im Gartenfreibad von Laufenburg gut betreut. | Bild: Reinhard Herbrig

Wie uns Schwimmmeister Uwe ­Abele erklärte, kamen auch ohne beheizte Becken, deren Temperaturen im Schnitt trotzdem bei 24 Grad lagen, in diesem Jahr insgesamt 41.500 Badegäste ins Gartenstrandbad Laufenburg. Die höchste Zahl wurde am Pfingstsonntag mit 1341 Badegästen erreicht.

Außer kleinen Hautabschürfungen, die mittels des Erste-Hilfe-Kastens behoben werden konnten, kam es zu keinen Unfällen. Rettungsschwimmer Ralf Schlüchen konnte in fünf Schwimmkursen 60 Kindern das Schwimmen beibringen, sodass sie zum Schluss mit dem Seepferdchen nach Hause gehen konnten.

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