Die Vorfreude auf ein Wiedersehen mit den Freunden in der Partnergemeinde Nuestra Senora del Patrocinio In Huánuco in den Anden ist beim Perukreis Heilig Geist Laufenburg groß gewesen. Am 21. Mai hätte der Flieger für die Delegation gehen sollen, Pfarrer Klaus Fietz wollte eine Woche später nachreisen. Doch die Corona-Pandemie machte dem einen Strich durch die Rechnung. Alles musste storniert werden. Dabei sind die persönlichen wechselseitigen Begegnungen alle zwei Jahre für die Verbundenheit und das wachsende Verständnis füreinander durch die monatlichen Skype-Termine und die häufigen Kontakte über WhatsApp nicht zu ersetzen, wie die Vorsitzende des Perukreises Claudia Weber-Wagner erklärt.

Kinder in Peru haben sich über Weihnachtsgeschenke gefreut.
Kinder in Peru haben sich über Weihnachtsgeschenke gefreut. | Bild: Privat

Mehr Sorgen als die ausgefallene Reise macht dem Perukreis aber die Situation in der Partnergemeinde und auch in den Suppenküchen in Lima, die ebenfalls regelmäßig finanziell unterstützt werden. Padre Terry, Gemeindepfarrer in Huánuco, schrieb vor wenigen Tagen, dass die Armensiedlungen in den Städten, aber auch in Huánuco und den Dörfern der Gemeinde stark unter Covid-19 leiden und die wirtschaftliche Lage immer prekärer werde.

Nicht allen kann vor Ort geholfen werden

Die Pfarrgemeinde habe für sie gesammelt und Essen verteilt, um die größte Not zu lindern, „aber es sind so viele Familien und wir können nicht allen helfen“, so Padre Terry, der um Unterstützung bittet. Die Pfarrgemeinde sei dankbar für jede Spende, mit der den Familien geholfen werden könnte. Alle lebten seit mehr als 60 Tagen in Quarantäne, in totaler Isolation. Niemand dürfe zur Arbeit, in die Schulen oder zur Universität. Alle seien in ihren Häusern eingeschlossen. Die Pfarrgemeinde habe keinerlei wirtschaftliches Einkommen und er wisse nicht mehr, wie die Gehälter für Mitarbeiter bezahlt werden können. Auch fehle inzwischen das Geld für die Wasser- und Stromversorgung, für Telefon und Internet.

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Die vom Perukreis ebenfalls unterstützten Familienküchen in Lima Tablada seien seit der von der Regierung Perus verfügten Quarantäneverordnung geschlossen und viele arme Menschen litten sehr, berichtet Schwester Beatriz, die Verbindungsfrau zu den Küchen. Vor dem Virus kochten Frauen in vier Küchen täglich für etwa 500 Personen. Diese Versorgung falle jetzt komplett weg. Die Schwestern verteilten Lebensmittel an die Bedürftigsten, doch lange könnten sie dies nicht durchhalten, so Schwester Beatriz, weil die Mittel fehlen und auch die Schwestern an die Ausgangssperre gebunden sind. In Lima gebe es viel Armut und die tägliche Armenspeisung könne nur in vermindertem Maße stattfinden.

Das Spendenkonto: Katholische Kirchengemeinde Laufenburg, Projektgruppe „Peru“, Kontonummer 1633708, BLZ 68490000, Volksbank Rhein-Wehra.

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