Charlotte Fröse

In den kommenden beiden Jahren soll in Laufenburg kräftig investiert werden. Geplant sind 2023 dafür gesamt 5,608 Millionen Euro. Für 2024 sind Investitionen in Höhe von gesamt 8,807 Millionen Euro vorgesehen. Bedingt durch die großen Vorhaben der vergangenen Jahre, sind die Eigenmittel der Stadt allerdings aufgebraucht.

Erstmals nach 2010 werden in den beiden kommenden Haushaltsjahren wieder Kreditaufnahmen notwendig werden, teilte die Verwaltung mit. Geplant seien 2023 Kreditaufnahmen in Höhe von 400.000 Euro und 2024 von 1,100 Millionen Euro. Die Stadt kann 2023 voraussichtlich mit Zuweisungen und Beiträgen von 988.200 Euro und 2024 von 3,187 Millionen Euro rechnen.

Nachdem der Doppelhaushalt 2023/2024 der Stadt Laufenburg in der Sitzung des Stadtrats am 14. November vorgestellt wurde, wurde nun über den neuen Haushalt beraten. In einer weiteren Sitzung wollen die Stadträte dann über den Haushalt entscheiden.

Einzelne Posten im Fokus

Angesichts der teils hohen Investitionsvorhaben in den kommenden Jahren, nahmen die Stadträte in ihrer Sitzung die einzelnen Posten des Plans genau unter die Lupe. Gabriele Schäuble (Freie Wähler) betonte dabei, dass auch die kleineren Posten genau zu analysieren seien. Im Großen und Ganzen befürworteten die Stadträte jedoch die vorgestellten Projekte.

Diskussionsbedarf gab es beispielsweise bei der baulichen Erweiterung des Polizeipostens im Haus Jasmin, das die Stadt teilweise an die Polizei vermietet hat. Neben Planungskosten in Höhe von 30.000 Euro für die Erweiterung, sind weitere 6000 Euro für den Bau eines Fahrradunterstandes eingeplant. Bürgermeister Ulrich Krieger erklärte, dass es für die Stadt wichtig sei, die Polizei in der Stadt zu halten. In ihrer Rolle als Vermieter, können die Stadt die Baukosten allenfalls auf die Miete umzulegen. Die Anschaffungskosten für eine bewegliche Bildwand für das Stadtarchiv in Höhe von 34.700 Euro ließen sich die Stadträte ebenfalls erläutern. Da derzeit viele Bilder nicht richtig aufbewahrt werden könnten, sei die Anschaffung notwendig, erklärte Bürgermeister Ulrich Krieger.

Stadtrat Sascha Komposch (FW) wollte wissen, warum die geplante Anschaffung von Tablets für die Stadt- und Ortschaftsräte mit einem Betrag von 43.000 Euro erst für 2024 eingestellt worden sei. Krieger erläuterte, dass der alte Gemeinderat dies zwar noch beschließen könne, aber erst der neu gewählte Gemeinderat in den Genuss der Anschaffung kommen werde. SPD-Stadtrat Robert Terbeck schlug vor, die Investition für eine Solaranlage auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses noch aufzunehmen. Die größte Investition stellt die Generalsanierung der Hebelschule Rhina mit von 5.750.00 Euro dar.