Das Gabriele Maurer Quintett gastierte am Freitag im nicht ganz voll besetzten „Schlössle“ in Laufenburg. Eigentlich hätte es schon vor zwei Jahren dort auftreten sollen, aber wegen der Corona-Pandemie musste das Konzert verschoben werden. Für Maurer, die das Saxophon spielt und auch singt, war das ein Heimspiel, da die preisgekrönte Musikerin in Laufenburg aufgewachsen ist.

Ihren Bachelor hat die Musikerin an der Mannheimer Hochschule für Musik Jazz und Popular Music gemacht. Aufgetreten war sie am Freitag mit ihrer Band, die aus Oscar Mosquerra (Gitarre), Sebastian Ascher (E-Bass), Jakob Dinnebier (Drums) und vertretungsweise für das Konzert in Laufenburg Juliana Saib (Piano und Keys) bestand.

Gesang und Saxophon fügten sich harmonisch in das musikalische Ganze der fünf sympathischen Musiker ein und nahmen die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch Jazz und Groove. Schon das erste Stück „Heimat“ wurde von den Zuschauern mit begeistertem Applaus quittiert. Mit ihrer warmen, samtigen Stimme überzeugte Maurer im Nu die eingefleischten Jazz-Liebhaber, die sich im „Schlössle“ eingefunden hatten.

Immer wieder suchte die Musikerin den Kontakt zum Publikum und erklärt die Entstehung ihrer Stücke, die sie fast alle selbst komponiert hat. „Dieses Stück habe ich zuletzt vor vier Jahren hier in Laufenburg gespielt“, sagte sie über den ersten Titel an. Das nächste Stück kündigte sie an: „Ich wollte schon immer einen Song machen, der etwas frivoler ist, und es geht natürlich um Liebe“. Einen Party-Song, der das Potenzial zum Ohrwurm aufwies hatte sie mit „Just don‘t“ ebenfalls im Repertoire und dann gab es einen Hauch von Groove und ein bisschen Soul. „I don‘t feel a thing“ sang sie mit für Jazz maßgeschneiderten Stimme. „Dieses Stück kennt ihr“ führte sie dann den Klassiker „Footprints“ von Tom Gregory ein. Es folgte „Magnolie“, wieder ein Song von ihr.

Melancholisch wurde es dann mit eine jazzigen Version des französischen Volkslieds „Au claire de la lune“, gewidmet einer Freundin, die ihren Vater einen Tag nach Vatertag verloren hatte. Auch eine verjazzte Version des Laufenburgerlieds hatte das Quintett auf seiner Setlist. Beim letzten Stück „Flying“ durfte dann der Refrain mitgesungen und mit den Fingern geschnipst werden. Das Publikum war restlos begeistert , klatschte ausgiebig und wollte die Band nicht ohne Zugabe von der Bühne lassen. Mit „Time is an emotion“ erfüllten die Musiker den Wunsch der Zuhörer.