Die Feuerwehr Laufenburg hat ihren Sprechfunkverkehr auf Digitalfunk umgestellt hat. Der erste Einsatz mit der neuen Technik war bereist in der vergangenen Woche bei einem Küchenbrand Hochsal. Die neue Technik ersetzt den analogen Sprechfunk im 4-Meter-Band.

Der seit den 60er Jahren von den Feuerwehren verwendete analoge Sprechfunk, für den in den 90er Jahren im Landkreis Waldshut ein Gleichwellenfunksystem mit 5 Relaisstationen aufgebaut wurde, ist nun durch ein deutschlandweites TETRA-Funknetz abgelöst worden.

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Bereits 2004 hat der Bund und die Länder beschlossen, für den Bereich der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (Bundes- und Landespolizei, Nachrichtendienst, Zoll, Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, THW, DLRG, Bergwacht, DRK, etc.) ein bundeseinheitliches digitales Netz für Daten- und Sprechfunkversorgung aufzubauen. Seit Ende 2013 steht der Digitalfunk in Baden-Württemberg mit über 600 Basisstationen flächendeckend zur Verfügung.

Nachdem die Leitstelle 2016 an das Digitalfunknetz angebunden wurde, war es Aufgabe der Gemeindefeuerwehren im Landkreis die Fahrzeuge und Feuerwehrhäuser umzurüsten. Die neuen Funkgeräte wurden vom Land im Beschaffungszeitraum 2018 bis 2020 mit einem Festzuschuss gefördert.

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Die Stadt Laufenburg hat im Jahr 2019 den Zuschussantrag gestellt, sich mit den am Markt vorhandenen Anbietern auseinandergesetzt und eine Ausschreibung für insgesamt 17 Funkgeräte in den 13 Einsatzfahrzeugen, in der Funkzentrale im Feuerwehrhaus erarbeitet. Im Sommer 2020 konnte dann der Einbau erfolgen. Das war gar nicht so einfach in den zum Teil über 30 Jahren alten Fahrzeugen. Zudem mussten nach Vorgabe des Landratsamtes die digitalen Geräte parallel zur vorhandenen analogen Technik eingebaut werden.

Die Feuerwehr Laufenburg ist hiermit jedoch kein Vorreiter. In Laufenburg wird schon einige Jahre durch die Polizei, das THW und die Werkfeuerwehr digital gefunkt. Lediglich mit dem Feuerwehrboot konnte die Feuerwehr Laufenburg schon seit Oktober 2017 am digitalen Funkverkehr teilnehmen.

Sehr froh ist die Feuerwehr Laufenburg, dass sie nun mit ihren Nachbarfeuerwehren im gleichen Netz digital funken kann. Weiterhin keinen Funkkontakt gibt es zur Feuerwehr in Laufenburg/Schweiz. Die Schweizer Feuerwehren verwenden schon seit Jahren digitale Funktechnik. Allerdings eine andere. Für die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit gerade im Einsatzfall soll dies aber kein Nachteil sein.

Noch nicht umgestellt hat der DRK-Rettungsdienst. Daher wird das First Responder Fahrzeug weiterhin auch parallel den analogen Sprechfunk zusammen mit dem Rettungsdienst nutzen. Der Einsatzstellenfunk mit den 2-Meter-Handfunkgeräten bleibt weiterhin analog.

Für die Ersatzbeschaffung erhielt die Stadt Laufenburg rund 10.000 Euro Zuschussmittel des Landes, wodurch die Ausgaben bei rund 37.000 Euro lagen. In Zeiten der Corona-Pandemie war die Ausbildung der 150 Einsatzkräfte eine große Herausforderung. Die als Multiplikatoren ausgebildeten Feuerwehrmänner Peter Mospak und Stephan Mierau unterrichteten die zwölf gebildeten Ausbildungsgruppen theoretisch über den TETRA-Funk, was mit praktischen Übungen vertieft wurde.