Mit dem Narrenmarsch, dargebracht von einer kleinen Abordnung der Narrenmusik, startete am 11. 11. die 107. Hauptversammlung der Laufenburger Elferräte. Zusammen mit vielen Gästen der Laufenburger Fasnachtsvereine und Zünfte von hüben und drüben des Rheins hoben sie im Gasthaus "Rebstock" mit dem altbekannten Narrenruf "Narri – Narro" und zum Trinkspruch des Elferratspräsidenten Ralf Malnati ("Lasst die Narrenstadt erwachen") das Glas auf die neue Fasnachtssaison 2018/2019.

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Im Hinblick auf die Laufenburger Fasnacht verkündete der Elferratspräsident, dass neu der Wiiberklatsch künftig im schönen Ambiente des Laufenburger Schlössles stattfinden wird. Neu als Narrenpolizist wurde Jonny (Johannes) Böhler benannt. Er übernimmt das Amt von Markus Fühner. Melih Bulut, der vor einem Jahr als Aspirant für den Elferrat gewonnen wurde, nahmen die Elfer an der Hauptversammlung feierlich in ihre Reihen auf. Für ein Jahr wird neu Holger Kutzsche bei den Elfern schnuppern. Wenn es beiden Seiten zusagt, kann er in der nächsten Hauptversammlung in den Elferrat aufgenommen werden.

Der in Reimen verfasste Kassenbericht von Franz Wagner wies unter dem Strich folgendes Resultat auf: "Einnahmen – zu wenig, Ausgaben – zu viel, Einlagen – zu gering." Dennoch konnten die Elfer einen beschiedenen Sold empfangen.

Stadtammann kommt mit der falschen Narrenkappe

Die Vertreter der Laufenburger Fasnachtszünfte und der Fasnachtsvereine waren nicht mit leeren Händen gekommen und so wechselten etliche Gastgeschenke zu den Elfern. Auch Bürgermeister Ulrich Krieger kam nicht mit leeren Händen, wusste er doch: "Nicht nur arme Worte zählen, sondern auch Geschenke." Stadtammann Herbert Weiss brachte eine Gabe mit, um die Elfer von innen zu wärmen. Die Räte verzeihen ihm im Übrigen, dass er mit der falschen Kopfbedeckung zur Versammlung erschienen war. Statt der gezackten Narrenkappe der Elfer, bedeckter er mit dem Käppi der Narro-Altfischerzunft sein Haupt. Es wurde ihm allerdings zur Auflage gemacht, die Narrenkappe bei seinem Vorgänger Ruedi Lüscher zu besorgen.

Erstmals wird eine Böögin die Fasnacht beenden

Die Narro-Altfischerzunft 1386 Laufenburg (Baden) wartete mit einem ganz besonderen Gastgeschenk auf. Sie hatten für die Elfer bereits den Böög, oder bessergesagt erstmals eine "Böögin" hergestellt und somit den Elfern etwas Arbeit abgenommen. Verbrannt wird die Böögin am Abend des Fasnachtsdienstags. Bis dahin kann sie im Goldenen Anker bewundert werden. Hilfe für den Bau des Umzugswagens und in der Wurstbude während der Städtlefasnacht werden die Elfer, deren Durchschnittsalter permanent steigt, von den Paradiesvögeln aus Grunholz erhalten.

Ehrung für Egon Meier und Herbert Schmidt

Für 30 Jahre Zugehörigkeit zu den Elfern wurde in Abwesenheit Egon Meier, der ehemalige langjährige Narrenpolizist ("Goni") geehrt. Eine Auszeichnung für 20-jährige Zugehörigkeit wurde dem Zeremonienmeister Herbert Schmidt zuteil und Vizepräsident Oliver Neidhardt wurde für fünf aktive Jahre geehrt.