Dämpfer für die Kultschüür in Laufenburg: Die 31. Produktion des hauseigenen Theaters Wiwa fällt wegen der Corona-Pandemie ins Wasser. Die Premiere des Stücks „Gefährliches Wochenende“ wäre für den 14. November vorgesehen, doch daraus wird laut Betriebsleiter Martin Willi nichts. Willi hatte die Einladung zur Presseinformation mit offener Probe am Mittwochabend kurzfristig abgesagt. Begründung: „Es kommt niemand mehr, die Leute haben Angst.“

Nur vier Anmeldungen

Zwar sind gemäß der neuen vom Bundesrat am Mittwoch erlassenen Corona-Verordnungen Veranstaltungen in öffentlichen Einrichtungen auf 50 Personen beschränkt – das sind so viele, wie die Kultschüür aufnehmen kann. Aber: Zu dem für den morgigen Samstag geplanten Konzert hätten sich, Stand Mittwoch, nur vier Personen angemeldet, so Willi, der diese Entwicklung nun auch für die kommenden Veranstaltungen befürchtet.

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Besonders hart würde es das Theater treffen, sagte er gegenüber dieser Zeitung. „Wenn wir 15 bis 20 Personen an den neun Aufführungen haben, machen wir ein Defizit“, erklärte er. Martin Willi weiter: „Wenn wir das Theater durchziehen würden, hätten wir einen größeren Verlust, als wenn wir es absagen.“ Erschwerend kommt dazu, dass ein Teil der Schauspieler des Wiwa-Ensembles aus dem deutschen Raum kommen. Mit Blick auf die dynamische Corona-Entwicklung und der damit verbundenen Unsicherheit, was Grenzübertritte betrifft, könne er eine Durchführung des Theaters nicht gut heißen, so Willi.

Rücksprache mit dem Vorstand

Er schloss nicht aus, „dass wir den Betrieb ganz einstellen“. Allerdings würde er sich unter Umständen noch einmal mit dem Vorstand des Vereins „Kultschüür“ beraten. Hoffnung auf finanzielle Unterstützung seitens des Kantons oder des Bundes mache er sich wenig. Während des letzten Lockdowns im Frühjahr habe der Verein vier Anträge stellen müssen und schließlich rund 800 Franken erhalten – zu wenig, um die finanziellen Einbußen ausgleichen zu können.

Sollte die Kultschüür ihren Betrieb tatsächlich vorübergehend einstellen, wäre möglicherweise auch die für den 7. November vorgesehene Veranstaltung „Reading by Night“ betroffen.

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