Am ehrgeizigen Projekt, der Sanierung, Erneuerung und Erweiterung des Museums Schiff, hält der Museumsverein Laufenburg weiterhin fest. Nach der Ablehnung des vormals auf Kosten von 4,1 Millionen geschätzten Vorhabens durch die Ortsbürgergemeinde im vergangenen Jahr gibt es nun einen Neustart des Projekts, wie Vorstandsmitglied und Projektleiter der Museumserweiterung, Joe Schnetzler, an der 43. Hauptversammlung des Vereins im Schulhaus Blauen erläuterte.

„Wir bleiben dran und sind natürlich guten Mutes, dass es im zweiten Anlauf gelingen kann, das Museum Schiff und seinen Betrieb zukunftsgerecht in ein neues Fahrwasser zu steuern“, sagte Joe Schnetzler. Noch sei alles ein laufender Prozess. Bis zum Ende des Jahres soll ein Konzept stehen und die Kosten sowie die Finanzierbarkeit ermittelt werden. Anfang des nächsten Jahres soll das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt werden. An der Sommergemeindeversammlung 2022 soll das Gesuch einer anteiligen Mitfinanzierung der öffentlichen Hand neu gestellt werden. Die Planungen sollen im Herbst 2022 beginnen und eine Eröffnung des neu gestalteten Museums stellte Schnetzler für spätestens 2026 in Aussicht.

Umdenken von Grund auf

Durch die Tatsache, dass der Verein Salmfänger das im Gebäude des Museums angemietete Lokal mit Bar und Grotte aufgeben wird, habe sich eine neue Situation ergeben, die bei dem Projekt ein Umdenken von Grund auf erforderlich gemacht habe. Fabian Dietwyler und Dominique Hunziker vom Planerteam Lenzin Partner Architekten AG Laufenburg, die im Rahmen eines Studienauftrags mit der Umsetzung des Vorhabens betraut wurden, erläuterten an der Versammlung die groben Eckpunkte.

Barrierefreiheit

Unter anderem soll das Museum einen neuen ebenerdigen Eingang in der Fischergasse bekommen. Ein Lift soll über alle Geschosse, bis in das zweite Dachgeschoß, eingebaut werden, damit würde das Museum komplett rollstuhlgängig. Räume der „Salmigrotte“ sollen konzeptionell integriert werden. Das Ausstellungskonzept soll im Wesentlichen beibehalten werden, moderate Anpassungen sollen erfolgen.

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Zudem müssten dringend notwendige Sanierungen, zum Beispiel im Dachgeschoss, vorgenommen werden. Spenden für das Projekt von Privatpersonen in Höhe von einer halben Million Franken seien bereits eingegangen, berichtete Schnetzler. Das Projektteam um Leiter Joe Schnetzler wurde mit Ruedi Lüscher, Anita Stocker, Martin Leuenberger und der Bürgermeisterstellvertreterin der deutschen Schwesterstadt, Gabriele Schäuble, erweitert.

Umzug

Die Sammlung des Museums Schiff in Laufenburg zieht im Oktober in ein Außenarchiv um. Der Verein kann die Zivilschutzanlage in Rheinsulz dafür nutzen. Die Räume im Außenlager sind bereits hergerichtet und werden bald bezogen. Trotz etlicher Spenden bleiben noch Kosten in Höhe von rund 10.000 Franken für diese Aktion am Museumsverein hängen.

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Bei den Wahlen wurde Präsident Hannes Burger bestätigt. Ebenso die Vorstandsmitglieder Ariane Dannacher (Kuratorin), Joe Schnetzler (Kassierer), Irene Jehle (Mitgliederverwaltung), Erich Lauber (Protokollführer) und Daniel Waldner (Ausstellungen). Präsident Hannes Burger freute sich, dass Anita Stocker und Felix Morsdorf neu als Mitglieder in den Vorstand gewählt wurden. Damit verjünge sich der Vorstand zudem, sagte Burger. André Hönig, zuständig für Kommunikation, schied aus persönlichen und beruflichen Gründen aus dem Vorstand aus.

Präsident Hannes Burger (Mitte) freut sich über zwei neue Mitglieder im Vorstandsteam des Museumsvereins: Anita Stocker und Felix Morsdorf.
Präsident Hannes Burger (Mitte) freut sich über zwei neue Mitglieder im Vorstandsteam des Museumsvereins: Anita Stocker und Felix Morsdorf. | Bild: Charlotte Fröse

Die aktuelle Ausstellung „Bilder erzählen Geschichten“ wird bis Ende November verlängert. Ariane Dannacher berichtete, dass sich die kommende Ausstellung rund um das Thema „Wasser“ drehen wird. Einen Termin konnte sie noch nicht nennen. Auch unklar ist, wie es mit Veranstaltungen weitergehen wird, dies hänge im Wesentlichen auch von den Corona-Bestimmungen ab, erklärte sie.