Pfarrerin Regine Born, die die Orgelgottesdienste leitete, erinnerte daran, dass nach einem Kirchenbrand am 5. April 1970, bei welchem die damalige Orgel einen Schaden davon trug, die heutige Steinmeyer-Orgel in die Kirche einzog.

Der Organist und Bezirkskantor Matthias Flierl ließ den nach einem Zitat von Wolfgang Amadeus Mozart „König aller Instrumente“ für die Gottesdienstteilnehmenden erklingen. Bei einer Kirchensonate vom eben zitierten Künstler konnte man den lieblichen Melodien der Orgelpfeifen einleitend in den Gottesdienst lauschen.

Nach einem Kirchenbrand am 5. April 1970, bei dem die damalige Orgel stark beschädigt wurde, erhielt die Versöhnungskirche mit der Steinmeyer-Orgel ein neues Exemplar.
Nach einem Kirchenbrand am 5. April 1970, bei dem die damalige Orgel stark beschädigt wurde, erhielt die Versöhnungskirche mit der Steinmeyer-Orgel ein neues Exemplar. | Bild: Michelle Güntert

Regine Born erläuterte, dass passend zu diesem Orgeljubiläum eine weitere Besonderheit hinzukomme: Es sei die erste Gelegenheit, bei der man, zwar mit Mundschutz, aber gemeinsam als Gemeinde wieder Kirchenlieder singen könne. Diese Möglichkeit wurde bei Oskar Gottlieb Blarrs Choral „Nun danket alle Gott“ sowie Hans Friedrich Michelsens Choral „Lobet den Herrn“ umgesetzt.

Beide Lieder wurden von einem für sich stehenden Orgelvorspiel eingeleitet. In der Predigt, die von FSJlerin Rahel Steigerwald übernommen wurde, ging es darum, dass Gott zu loben den Menschen verändere. Steigerwald erklärte, dass indem man von sich weg und auf Gott schaue, sich neue Perspektiven eröffnen und Kreisläufe durchbrochen werden können.

Regine Born betonte im Anschluss, dass man sich gegenseitig ermuntern solle, wozu auch die Musik einen Beitrag leisten kann. Flierl inszenierte zum Abschluss des Gottesdienstes mit Johannes Michels Werk „In My Hand, Lord“ ein etwas moderneres Stück und ließ mit einer Bach-Fuge die melodische Bandbreite der Orgel nochmals erklingen. Insgesamt konnte die Steinmeyer-Orgel bei diesem Kirchenexperiment entsprechend gewürdigt werden.