Die dritte Corona-Welle breitet sich derzeit in Peru weiter aus. Es fehlt in den Krankenhäusern nach wie vor an Sauerstoff, der knapp und teuer ist und von den Patienten selbst bezahlt werden muss. Die Preise für Lebensmittel sind aufgrund der Pandemie und des Regierungswechsels drastisch gestiegen, weshalb die Armen in der Bevölkerung immer mehr leiden.

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Die vom Perukreis Heilig Geist Laufenburg finanzierte Comedor (Armenküche) wird von immer mehr Menschen dringend benötigt und auch das Geld für den Kauf von Sauerstoff. Um weiter Menschenleben retten zu können, ist der Perukreis auf Spenden angewiesen. Auch kleine Beiträge helfen weiter. Um dies zu verdeutlichen, veranstaltet der Perukreis am Samstag, 19. September, im Pfarrheim Heilig Geist einen Flohmarkt.

Etwa 30 Prozent der Bevölkerung ist geimpft, doch meinen leider viele, dass eine einzige Impfung ausreichend wäre. Derzeit sind die 35 bis 37-Jährigen mit dem Impfen dran, das auch in Peru kostenfrei ist, schildert Claudia Weber-Wagner die aktuelle Situation in der Partnergemeinde Nuestra Senora del Patrocinio in Huánuco. Die Vorsitzende des Perukreises pflegt den ständigen Kontakt mit Gemeindepfarrer Padre Terry und seinen Getreuen.

Padre Terry bringt Lebensmittel zu den notleidenden Bewohnern in den weit entlegenen Dörfern.
Padre Terry bringt Lebensmittel zu den notleidenden Bewohnern in den weit entlegenen Dörfern. | Bild: Perukreis

Die Comedores werden für die Notleidenden immer wichtiger. Daher ist es ein großer Segen, dass ein Gebäude samt Kücheneinrichtung mit Spenden aus der Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck in Huánuco gebaut werden konnte. Dort können nun täglich an mindestens 120 Menschen eine warme Mahlzeit ausgegeben werden.

Aber auch die weit verbreitete Landbevölkerung, die keinen Zugang zu einem Comedor hat, muss weiterhin versorgt werden. Ihnen bringt Padre Terry mit seinen Helfern das Essen in die Behausung. Da nach wie vor Ausgangssperren gelten, ist es für die Menschen schwierig ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ganz besonders leidet die ältere Bevölkerung, da ihre Mobilität sehr eingeschränkt ist.

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Padre Terry hat dem Perukreis eine weitere Sorge mitgeteilt. Von vielen Schülern und Studenten in den Abschlussklassen sind die Eltern an Covid gestorben. Auch hier will er helfen, damit die jungen Menschen ihren Abschluss machen können. Hierfür benötigt er aber dringend weitere Mittel.

„Aber auch die Küchen in Lima Tablada, die seit Jahren hervorragend von den Frauen und den Schwestern betreut werden, könnten zur Zeit ohne unsere Hilfe die Menschen nicht ausreichend versorgen. Hier werden täglich bis zu 500 Essen ausgegeben“, berichtet Claudia Weber-Wagner. Die Bevölkerung bezahlt pro Essen ein Sol, dies entspricht etwa 25 Cent.

Die Küche des vom Perukreis finanzierten Comedors.
Die Küche des vom Perukreis finanzierten Comedors. | Bild: Perukreis

Wer sich dies nicht leisten kann, bekommt das Essen umsonst. Die gleiche schlechte Situation besteht in Lima bei Schwester Beatriz. Vor St. Maria Goretti stehen die Menschen schon am frühen Morgen für Essen an.

Den Kindern in der Behinderteneinrichtung in Arequipa geht es besonders schlecht, vor allem deshalb will bisher alle zu Hause waren und die dringend benötigten Therapien nicht stattfinden konnten. Da die Lehrer und Therapeuten, so weit möglich, zu den Schülern nach Hause gehen, benötigen sie Unterstützung für die Fahrkosten und Lehrmaterial.