Zimmermeisterin Gabi Schäuble erzählte am Sonntagabend in der katholischen Pfarrkirche in Luttingen mit leuchtenden Augen von ihrem ehrenamtlichen Einsatz im Lebenshaus in Uganda. Zusammen mit Rudi Huber aus Riegel und dessen Partnerin Eva Bartmann war sie, die stellvertretende Laufenburger Bürgermeisterin, im Frühjahr 2020 nach Uganda geflogen, um dort ein Dach über dem erweiterten Küchenbereich zu errichten. „Angesprochen von Pfarrer Hirt, der bereits einen Plan mitbrachte und sagte, mach du das, konnte ich nicht nein sagen“, hielt sie Rückblick. Sie erinnerte auch an das Zusammensammeln der Maschinen, die großteils gespendet wurden und an den Transport im Flugzeug – die Reise bis zum Lebenshaus in Uganda war ein weiter Weg.

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Dort hatte Gabi Schäuble jedoch unvergessliche Erlebnisse. Vor allem die Herzlichkeit der Menschen beeindruckte sie sehr. Und die Zusammenarbeit mit den Einheimischen: „Wir müssen ihnen beibringen, selbst zu bauen. Aber sie haben nicht nur von uns gelernt, sondern wir auch von ihnen,“ machte sie deutlich. Da zogen die Arbeiter unter anderem eine Decke ein, indem sie Rundhölzer als Balken verwendeten, darauf ein Netz legten und diese Konstruktion mit Beton ausgossen.

Gabi Schäuble berichtete eindrücklich von ihrem Einsatz im Lebenshaus in Uganda.
Gabi Schäuble berichtete eindrücklich von ihrem Einsatz im Lebenshaus in Uganda. | Bild: Irmgard Kaiser

„Es hat wahnsinnig Spaß gemacht, miteinander zu schaffen“, meinte Gabi Schäuble. Ganz besonders ins Herz geschlossen hat sie die Kinder, von denen viele nur dank des Lebenshauses eine Chance zum Überleben haben.

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Pfarrer Günter Hirt informierte über die neuesten Entwicklungen und den Segen, der das Lebenshaus für die Bevölkerung ist. So auch für Mütter und ihre Babys, denn bei Geburten gab es früher eine hohe Sterblichkeit. „Wir haben jetzt seit drei Jahren eine Hebamme, und seither haben alle 32 Frauen mit ihren Kindern überlebt“, so Hirt. Wichtig ist ihm, gute Leute von Deutschland für Arbeitseinsätze nach Uganda zu entsenden. Um das Lebenshaus finanziell durch Mieteinnahmen auf eigene Beine zu stellen, läuft separat zum Hilfsprojekt Lebenshaus ein Projekt zum Bau von drei Wohnblocks mit jeweils sechs Wohnungen. Die Finanzierung des ersten wurde mit einer Crowdfunding-Aktion gesichert, für den zweiten ist eine großzügige Spende der Brennet AG eingegangen. Hirt: „Die Spenden, die wir auf unser Spendenkonto für das Lebenshaus bekommen, sind nicht für den Wohnungsbau. Sie sind nur für unsere Kinder.“