„Frauen in Führungspositionen: Eine gleichberechtigte Zukunft in einer Covid-19-Welt erreichen“, so lautet das diesjährige Motto des Internationalen Frauentags, das von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde. Am 8. März wird der Frauentag bereits zum 110. Mal begangen. Ein Paradebeispiel dafür, dass Frauen in Führungspositionen bestens vertreten sind, ist die Stadtverwaltung von Laufenburg. Drei von vier städtischen Ämtern sind in Frauenhand.

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„Das ist in der Diskussion ‚Frauen als Führungskräfte‘ der Beweis dafür, dass es geht“, betont Laufenburgs Bürgermeister Ulrich Krieger beim Blick in die Personalliste. Es funktioniert aber nicht nur auf dem Papier, wie Krieger ausführt, sondern auch die Zusammenarbeit in der Verwaltung klappe bestens auch mit Blick auf Teilzeitvereinbarungen und Elternzeiten. Dies gelte auch in Zeiten der Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen auf die Arbeitssituationen und Homeoffice.

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Das Hauptamt wird von Carina Walenciak geleitet, Tatjana Fahnenstiel ist die stellvertretende Hauptamtsleiterin und ihre Mitarbeiter sind ebenfalls weiblich, wie auch in der Kämmerei, an deren Spitze Andrea Tröndle steht. Alexandra Gerig ist dort die Stellvertreterin. Auch das Ordnungsamt, es wird geleitet von Martina Bögle, ist fest in weiblicher Hand.

Neben Petra Sonnenmoser als ihre Stellvertreterin, sind alle Stellen mit Mitarbeiterinnen besetzt. Einzig im Bauamt hat mit Roland Indlekofer, ein Mann die Leitung. Auch der Bereich Kläranlage und bei den Technischen Betrieben sind die Mitarbeiter männlich. Bei den Stadtwerken hat jedoch schon wieder mit Ann-Kathrin Kromer eine Frau die Zügel in der Hand.

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Die Frauenquote unter den insgesamt rund 210 Beschäftigten der Stadt ist auf einem ähnlich hohen Stand wie in den relevanten Ämtern. Nur etwa 20 bis 25 Prozent der Beschäftigten sind männlich. Noch vor einigen Jahrzehnten sah das ganz anders aus: „Da waren Frauen auf dem Amt eher die Ausnahme“, berichtet Krieger.

Er beobachtet seit geraumer Zeit, dass der öffentliche Dienst zunehmend weiblicher wird. Dies zeigten auch Zahlen der Hochschule in Kehl, welche Studiengänge für den Verwaltungsdienst in öffentlichen Verwaltungen anbietet, wo 70 bis 80 Prozent der Studierenden weiblich seien, wie Krüger, der die Hochschule in Kehl ebenfalls besuchte, berichtete. Für Laufenburg trifft auf jeden Fall zu, dass der öffentliche Dienst für Frauen immer interessanter wird.

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„Irgendwann kommen Kinder, dem muss ich als Arbeitgeber Rechnung tragen, wenn ich eine junge Frau einstelle“, sagte Ulrich Krieger, da sei dann Organisation gefragt. Die Frauen nähmen die Elternzeit oder eine mehr oder weniger lange Teilzeitbeschäftigung gerne in Anspruch, vor allem mit der Zusage, dass sie danach wieder in ihren Beruf einsteigen könnten. Eine Gleichstellung von Mann und Frau beim Lohn sei zudem selbstverständlich, betonte Krieger.

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Trotz der Überzahl der Frauen in der Verwaltung fühlt sich Bürgermeister Ulrich Krieger nicht als „Hahn im Korb“, wie er lachend versichert. Das Arbeitsklima sei harmonisch und die Diskussionen spannend sowie geprägt von Sachlichkeit, Entscheidungen würden gemeinsam getroffen.