Die Kläranlage der Gemeinde Murg am Rheinufer stammt noch aus den 80er Jahren und ist in vielen Bereichen sanierungsbedürftig. Beginnend in diesem Jahr wird die Kläranlage bis 2029 in vier Etappen saniert. Als Gesamtkosten sind knapp über vier Millionen Euro veranschlagt. Den Auftakt machen die beiden Nachklärbecken in diesem Jahr.

Das könnte Sie auch interessieren

Schon 2019 nach den Kommunalwahlen war der neue Murger Gemeinderat in der Kläranlage unterwegs, um sich ein Bild vom Stand der Dinge zu machen. Da zur Sanierung Fachwissen erforderlich ist, wurden 2020 die Ingenieurverträge für die Optimierungen an die Weber Ingenieure in Pforzheim vergeben. Inzwischen liegen die Planungen für erste Teilbereiche vor, ebenso die Kostenvoranschläge.

Sanierung in vier Etappen

Der Leiter des Technischen Bauamtes Karlheinz Peter stellte am Montagabend im Gemeinderat die vier Etappen der Sanierung vor: Demnach wird noch in diesem Jahr die Nachklärung saniert. Konkret geht es um eine Dehnfugensanierung der beiden Nachklärbecken sowie der Erneuerung der beiden Schaltanlagen. Die Kosten belaufen sich auf 210.000 Euro, die Mittel sind im Haushalt 2021 eingestellt.

In der zweiten Etappe steht 2022 der Sandfangräumer auf dem Programm. Die Kosten bewegen sich zwischen 400.000 und 500.000 Euro. Dabei werden unter anderem der defekte und zurzeit provisorisch instandgehaltene Sandfangräumer ausgetauscht, die Sandwaschanlage neu gebaut und das Sandfanggebläse erneuert.

Die beiden letzten Etappen, die Sanierung des Bereichs Schlammbehandlung und der Biologie sind am kostenintensivsten und finden sich in der mittelfristigen und langfristigen Finanzplanung. Für gut 2,5 Millionen Euro ist beabsichtigt, den Faulturm zwischen 2024 und 2026 zu sanieren. Vorgesehen sind eine Beton- und energetische Sanierung inklusive der Erneuerung der Maschinen- und Elektrotechnik.

Dauer bis 2029

Ab 2027 wird dann als letzte Etappe die Biologie der Kläranlage saniert. Auch hier geht es um eine Betonsanierung, Erneuerung der notwendigen Maschinen- und Elektrotechnik sowie einer Optimierung der Verfahrenstechnik. Die Kosten für die Sanierung der Biologie werden sich auf etwa 1,3 Millionen Euro belaufen. Laut Zeitplan sollen diese Sanierungsarbeiten bis 2029 abgeschlossen sein.

Dann ist allerdings noch nicht ganz Schluss. Anschließend warten weitere Sanierungen und Optimierungen im Bereich der Nacheindicker und der Vorklärung.