Die Deutsche Post DHL Group errichtet zwischen Luttingen und Laufenburg im Gewerbegebiet Neumatt einen Zustellstützpunkt. Von hier aus will der Logistikkonzern Laufenburg und angrenzende Gemeinden mit Paketen und Briefen versorgen. Der in dem 1155 Quadratmeter großen Stützpunkt sollen 31 Personen beschäftigt sein. Nach bisherigen Planungen von Deutscher Post DHL soll er 2022 in Betrieb gehen. Am Montag erklärte der Bauausschuss Laufenburg einstimmig sein Einvernehmen zu dem Bauprojekt.

Der Online-Handel steigt seit Jahren an – und mit ihm die Zahl der Paketsendungen. Nach Angaben des Bundesverbands Paket und Expresslogistik wurden 2019 in Deutschland rund 3,65 Milliarden Kurier-, Express- und Paketsendungen verschickt. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch für die nächsten vier Jahre geht der Verband davon aus, dass die Sendungsmenge jährlich zwischen 3,6 und 4,2 Prozent wächst.

Das könnte Sie auch interessieren

Größter Paketdienstleister in Deutschland ist mit einem Marktanteil von etwa 50 Prozent mit Abstand die Deutsche Post DHL. „Fürs Gesamtjahr erwarten wir ein Plus von knapp 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,8 Milliarden Pakete“, sagt Pressesprecher Marc Mombauer auf Anfrage unserer Zeitung. Bundesweit betreibt Deutsche Post DHL derzeit rund 2650 Zustellstützpunkte, fünf davon am Hochrhein in Grenzach-Wyhlen, Rheinfelden, Bad Säckingen, Waldshut-Tiengen und Jestetten. Derzeit errichtet der Paketdienstleister auch in Stühlingen einen neuen Zustellstützpunkt.

In Laufenburg plant das Unternehmen im Gewerbegebiet Neumatt neben dem Feuerwehrhaus Süd nach eigenen Angaben einen 1155 Quadratmeter großen Stützpunkt. Er soll die Nahversorgung mit Paketen und Briefen in in den Postleitzahl-Gebieten 79725, 79730, 79733, 79737, 79774 und 79804 sicherstellen, dies sind neben Laufenburg die Gemeinden Murg, Görwihl, Herrischried, Albbruck und Dogern.

Der geplante, voraussichtliche Baubeginn für den 1155 Quadratmeter großen Stützpunkt wäre nach Auskunft des Unternehmens im Februar 2021. Der Stützpunkt soll nach rund einem Jahr Bauzeit 2022 in Betrieb gehen. 31 Personen sollen dann dort beschäftigt sein. Sie liefern Pakete und Briefe aus, die aus Paketzentrum Lahr beziehungsweise dem Briefzentrum Freiburg nach Laufenburg geliefet werden. Bisher werden diese Sendungen im Zustellstützpunkt Wallbach sortiert.

Das könnte Sie auch interessieren

„Die Lage ist für ein Verteilzentrum optimal“, sagte am Montag im Bauausschuss Roland Indlekofer, der Leiter des städtischen Bauamts. Das dem Feuerwehrhaus Süd benachbarte Areal befindet sich an der Luttinger Kreuzung, von wo die L 151a zur Anschlussstelle zu A 98 und in den Hotzenwald führt. Laut Bürgermeisterstellvertreterin Gabriele Schäuble soll das Verteilgebäude auf dem an die Bahnlinie angrenzenden nördlichen Teil des Areals errichtet werden. Südlich davon zur Waldshuter Straße hin sollen für die Auslieferungsfahrzeuge 33 Stellplätze entstehen, 24 davon mit elektrischen Ladestationen.