Maurermeister Gerhard Tröndle feiert am Dienstag, 27. April, seinen 70. Geburtstag. Seit mehr als 30 Jahren gehört der CDU-Mann aus Hochsal dem Laufenburger Gemeinderat an und ist derzeit auch zweiter Bürgermeisterstellvertreter. Seine vielfältigen ehrenamtlichen Aktivitäten wurden mit der Ehrenmitgliedschaft des Musikvereins Hochsal und der Ernennung zum Ehrenobermeister der Bau-Innung Waldshut gewürdigt. Die Handwerkskammer Konstanz zeichnete den Jubilar mit den Ehrennadeln in Silber und in Gold aus.

Kirche und Musik

Gerhard Tröndle ist ein Hochsaler Urgestein. Bis zum heutigen Tag ist die Liebe zu seiner ehemals selbstständigen Gemeinde Hochsal geblieben. Als Kind wurde er Ministrant und ministrierte in der Hochsaler St. Pelagius-Kirche, im jugendlichen Alter trat er dem Hochsaler Musikverein bei und erlernte das Tenorhorn. Vier Jahrzehnte spielte er sein Instrument und fungierte zwölf Jahre als Kassierer im Musikverein.

Das Berufsleben

Die Tätigkeit als selbstständiger Bauunternehmer liegt in Gerhard Tröndles Familie. Sein Vater Leo gründete 1930 in Hochsal ein Baugeschäft, das Gerhards zwölf Jahre älterer Bruder Oskar übernommen hat. Auch der jüngere Sohn Gerhard erlernte im elterlichen Geschäft das Maurerhandwerk und arbeitete als Geselle im Unternehmen. Nach dem Tod seines Bruders übernahm er die Firma 1988, was allerdings bedeutete, dass er die Meisterprüfung machen musste. „Das war für mich nicht einfach, denn ich musste die Vorbereitung zur Meisterprüfung teilweise in Abendschule neben dem laufenden Betrieb tätigen“, erinnert sich der Jubilar. Zahlreiche Lehrlinge erlernten bei Gerhard Tröndle den Maurerberuf, bis zu fünf Arbeiter verdienten in dem Betrieb ihr Geld. Zu den bedeutendsten von der Firma ausgeführten Bauwerken gehört das Hochsaler Gemeindehaus, wo heute nicht nur die Feuerwehr untergebracht ist, sondern auch der Musikverein probt. Ende 2017 ging Gerhard Tröndle in den Ruhestand.

Kommunalpolitik

Seit 1989 gehört Gerhard Tröndle dem Laufenburger Gemeinderat an. An viele dort getroffene gute Entscheidungen denkt er gerne zurück. Er bewertet die derzeitige Entwicklung der Stadt als sehr positiv, wobei er den Neubau des Obi-Baumarkts als I-Tüpfelchen sieht. Tröndle erwartet, dass die im Bau befindliche Laufenburger Acht zu einem weiteren touristischen Anziehungspunkt wird. Er freut sich bereits jetzt darauf, wenn bei der Feuerwehr auch der Ausrückebereich Nord eine zeitgemäße Unterkunft besitzen wird, so wie jetzt schon der Ausrückebereich Süd. Mit Schrecken erinnert sich Tröndle vor allem an die Kostenexplosionen bei der Schlösslesanierung und beim Umbau des Rathauses.

Ehrenämter

Die Liste von Tröndles ehrenamtlichen Tätigkeiten ist überaus lang. So gehörte er mehrere Jahre bei der Stadt Laufenburg dem Bauausschuss an, ist immer noch Mitglied des Verwaltungs- und Finanzausschusses und Vorstandsmitglied des CDU-Stadtverbandes. Zwölf Jahre war er stellvertretender Kreishandwerksmeister. Zu Tröndles herausragenden ehrenamtlichen Leistungen gehört aber auch 80-maliges Blutspenden beim Roten Kreuz.

Urlaube und Freizeit

Obwohl er nunmehr im offiziellen Ruhestand ist, kennt Gerhard Tröndle trotzdem keine Langeweile. Wie schon seit Jahrzehnten schwingt er sich immer noch gerne aufs Fahrrad. So ist es Tradition, dass er zu den Gemeinderatssitzungen radelt. Auch Urlaubsreisen unternimmt er gerne auf zwei Rädern, rollte mit dem Fahrrad auch schon den Rhein entlang bis nach Duisburg. Bis vor zwei Jahren bewältigte er alle Strecken mit reiner Muskelkraft, ehe er sich ein E-Bike anschaffte. Sein altes Rad hatte bereits 70.000 Kilometer auf dem Zähler.

Auch im Ruhestand noch beruflich aktiv

Gerhard Tröndle ist noch sehr aktiv. „Ich habe immer etwas zu tun“, sagte er. Allein seine fast die ganz Wohnung zierende Sammlung an Bierkrügen braucht ihre Pflege. Hunderte Zollstöcke verschiedenster Ausführung sind in einem großen Schrank untergebracht. Zu seinen großen Freuden gehört aber auch, dass er als Teammitglied Technik bei der Firma Grieshaber in Bad Säckingen seit drei Jahren eine Teilzeitanstellung hat, wobei er ohne Zeitdruck in flexiblen Arbeitszeiten seine Berufserfahrung unter Beweis stellen kann.

Wünsche

Zu seinen großen Zukunftswünschen gehört an vorderster Stelle, dass alsbald die Corona-Pandemie zu Ende ist und das gesellschaftliche Leben wieder Fuß fassen kann. Dann wird Gerhard Tröndle die geplante und abgesagte Urlaubsreise antreten. Schon heute freut er sich auf den Tag, wenn die Restaurants wieder öffnen dürfen. Auch seine eigene Geburtstagsfeier sagte er coronabedingt ab.