Der provisorische Kindergarten im ehemaligen Laufenburger Feuerwehrhaus Brunnenmatt erhält den Namen Eulennest. Bürgermeister Ulrich Krieger informierte am Montag im Gemeinderat darüber, dass die Einrichtung von der Sozialpädagogin Julia Schneider geleitet werde. Der Gemeinderat befürwortete sowohl die Namensgebung wie die vorgestellte Bauplanung. Er beschloss auch eine neue Kindergartenordnung, die in allen Laufenburger Kindergärten künftig die Aufnahme von Kindern mit einer Behinderung erlaubt.

„Am eigentlichen Gebäude wird es kaum Veränderungen geben“, erläuterte der Architekt vom städtischen Bauamt, Sebastian Schume, die Planung. Da davon ausgegangen wird, dass die Nutzung des Gebäudes lediglich temporär, nämlich voraussichtlich bis Ende 2026, bis zum Beginn der örtlichen Arbeiten für die Elektrifizierung der Hochrheinbahn genutzt werden kann, sollen die Kosten möglichst gering gehalten werden.

Die Maßnahmen werden sich auf die notwendigen Anforderungen beschränken. Auch wird das Gebäude nur für zwei Gruppen hergerichtet. Der Aufwand eine dritte Gruppe im Obergeschoss unterzubringen wäre zu aufwendig. Der städtische Haushalt sieht für die Umnutzung 110.000 Euro für Umbaumaßnahmen sowie 53.000 Euro für die Einrichtung und den Spielbedarf vor. Kosten für die Gestaltung und die Entsiegelung der Außenfläche wurden dabei noch nicht berücksichtigt.

Schume berichtete, dass es die größten, zumindest sichtbaren, Veränderungen auf dem Platz vor dem Gebäude geben werde. Dort soll die Fläche zu einem großen Teil entsiegelt und zu kindgerechten Spielflächen umgestaltet und umzäunt werden. Die Gesamtkosten für die Umgestaltung werden derzeit mit rund 200.000 Euro angegeben. Dadurch, dass die Außenspielgeräte und die Spielwaren für den Kindergarten und die Waldnutzung später anderweitig weiter genutzt werden können, reduzieren sich diese Kosten um rund 29.000 Euro. Ebenfalls können rund 10.000 Euro für die Rückbauarbeiten der Technischen Betriebe abgezogen werden, diese Kosten fallen unabhängig von der Umnutzung an. Aktuell ergibt sich somit ein Kostenrahmen von rund 162.500 Euro. Der Gemeinderat stimmte den Maßnahmen zu und gab sein Einverständnis dazu, die Leistungen auszuschreiben.

Neue Kindergartenordnung

Der Gemeinderat änderte auch die Kindergartenordnung. Bisher besagte diese für die Laufenburger Einrichtungen im Wesentlichen, dass Kinder mit einer Behinderung nur dann in einen Kindergarten aufgenommen werden können, wenn ihren besonderen Bedürfnissen Rechnung getragen werden kann und die übrigen Kinder dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Mit der Änderung des Sozialgesetzbuches VIII, ist diese Form nicht mehr zulässig. Laufenburg regierte darauf und änderte seine Kindergartenordnung. Die neue Regelung, welche ab dem 1. September in Kraft tritt, besagt, dass Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam gefördert werden sollen. Die Vergabe der Plätze erfolgt ohne weitere Voraussetzungen hauptsächlich nach der Verfügbarkeit der freien Plätze.