Anfang Oktober hatte das Land Baden-Württemberg, wie im Frühjahr angekündigt, die Engstelle an der Anschlussstelle Hauenstein der A 98 entschärft. Die Maßnahme sei im Rahmen der Unterhaltungsarbeiten ausgeführt worden, die der Landkreis Waldshut ausführe, erklärte das Regierungspräsidium auf Anfrage.

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Links und rechts der Fahrbahn wurden neue Schutzkonstruktionen eingebaut, so wurden auf jeder Seite 35 Zentimeter gewonnen. Auf der Kurvenaußenseite Richtung Mühlebach wurden die bisherigen Schutzplanken durch schmalere ersetzt. „In Zusammenhang mit dem vorhandenen Geländer mit Stahlzugseil besteht weiterhin die erforderliche Sicherheit für die unterhalb der Stützmauer befindlichen Gebäude und Personen“, so das Regierungspräsidium.

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Auf der Innenseite Richtung Schlossberg wurde die Schutzplanke entfernt und durch einen Anpralldämpfer am Widerlager der Bahnbrücke ersetzt. Die Markierung in der Fahrbahnmitte konnte Witterungsbedingt noch nicht als Doppellinie ausgeführt werden. Diese Arbeiten werden bei der nächsten regulären Sperrung für Wartungs- und Unterhaltsarbeiten im Frühjahr 2021 ausgeführt. Der Gehweg auf der Kurveninnenseite wurde ab der Bahnbrücke in Richtung A 98 gesperrt. Der Gehweg war eine fußläufige Anbindung für ein inzwischen nicht mehr bestehendes Gebäude und ist nicht mehr nötig.

In einem Gespräch mit dem ehemaligen Ortsvorsteher und Gemeinderat Bernhard Gerteis, brachte er seine Meinung zum Weiterbau der A 98 Richtung Waldshut-Tiengen und zum Radwegenetz zum Ausdruck.
In einem Gespräch mit dem ehemaligen Ortsvorsteher und Gemeinderat Bernhard Gerteis, brachte er seine Meinung zum Weiterbau der A 98 Richtung Waldshut-Tiengen und zum Radwegenetz zum Ausdruck. | Bild: Reinhard Herbrig

Doch die Verbreiterung der Abfahrt findet keine einhellige Zustimmung. „Statt weiteres Geld in die Autobahnabfahrt Hauenstein zu stecken, sollte die A 98 zügig Richtung Waldshut-Tiengen weiter gebaut werden“, sagt der streitbare ehemalige Ortsvorsteher von Luttingen, Bernhard Gerteis. In einem Schreiben an die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller erklärte Gerteis, dass die vorgenommene Verbreiterung am falschen Ort erfolgt sei: „Die Änderungen sollen aber nicht im engen Bereich unten an der Ampel erfolgen, sondern im Bereich der Eisenbahnunterführung, wo es nicht erforderlich ist. Seit der Geschwindigkeitsreduzierung auf 25 beziehungsweise 30 Stundenkilometer sind keine nennenswerten Unfälle mehr geschehen und es ist auch kein Unfallschwerpunkt.“

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Aus diesem Grund hält der ehemalige Ortsvorsteher auch die Beibehaltung des Gehweges entlang der Autobahnabfahrt für erforderlich. Damit dort Fußgänger, die sich auf dem Weg Richtung Albert befinden, die Straße gefahrlos überqueren können, wünscht sich Gerteis eine Bedarfsampel oberhalb der Eisenbahnbrücke.

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Ähnlich unzufrieden ist Gerteis mit der fehlenden Weiterführung des Radweges vom Kreuzungsbereich Hauenstein in Richtung Waldshut, entlang des Rheins. Die mühselige Überquerung der Kreuzung über zwei Ampeln und der steile Anstieg Richtung Albert ist nach der Meinung von Gerteis besonders für Fahrräder ohne elektrische Verstärkung sehr mühselig. Auch hier wird die Planung des neuen Radweges an den Bau des Zentralkrankenhauses in Albbruck geknüpft, der noch in weiter Ferne liegt.

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