Der Denkmalschutz steht über dem Wunsch von Hausbesitzern in der aktuellen Klimakreise Energie vom eigenen Dach zu gewinnen. Dies ist zumindest in der Laufenburger Altstadt so. Grünen-Stadtrat Jürgen Weber brachte in der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend dieses Thema auf den Ratstisch. Schon mehrfach sei er von Städtlebewohnern darauf angesprochen worden, teilte er mit.

Bürgermeister Ulrich Krieger machte unmissverständlich klar, dass Solaranlagen in der Laufenburger Altstadt, zumindest aktuell, nicht realisiert werden können. Weder die Stadt, noch der Landkreis, könnten darüber entscheiden, lediglich Fachbehörden, in dem Fall sogar die Oberste Denkmalschutzbehörde Baden-Württemberg ist dafür zuständig.

„Die Laufenburger Dachlandschaft in der Altstadt ist einzigartig und steht deshalb unter einem ganz besonderen Ensembleschutz“, ließ Krieger verlauten. Ensembleschutz bedeutet, dass nicht nur das einzelne Haus unter Denkmalschutz steht, sondern die ganze Altstadt als schützenswerte Arrangement anzusehen ist. Darum haben Solaranlagen auf Laufenburger Altstadtdächern keine Chance.

Der Gemeinderat war schon in der Vergangenheit mit Anfragen bezüglich Solaranlagen konfrontiert, die aus besagtem Grund alle abgelehnt wurden. Auch Wünsche nach Einbauten von Dachfenstern sind in der Altstadt nicht erfüllbar.

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