Kabelgebundener Zugang zum schnellen Internet wird neu zur Verfügung gestellt bis zum Jahreswechsel in der Altstadt, bis etwa im Herbst 2021 im östlichen Teil des Wohnquartiers Rappenstein und im westlichen Teil des Stadtteils Binzgen sowie sukzessive vom ersten bis dritten Quartal 2022 in den Stadtteilen Rotzel und Hochsal. In Rotzel und Hochsal baut die Stadt selbst das Glasfasernetz aus. In Laufenburg und Binzgen ist mit Unterstützung der Stadt die Privatfirma Stiegeler Internet Service tätig. Die Planer gaben am Montag im Gemeinderat einen Überblick über Umfang und Zeitrahmen des Ausbaus.

Wie sehr die digitale Infrastruktur die Laufenburger bewegt, zeigte sich in der Fragestunde für Bürger, mit der wie stets die Sitzung eröffnet wurde. Gleich drei Bürger meldeten sich zu dem Thema zu Wort, darunter der ehemalige Luttinger Ortsvorsteher Bernhard Gerteis, der an die Stadtverwaltung und an den Gemeinderat appellierte: „Bitte versorgen sie auch Stadenhausen!“ Weil Stiegeler in Binzgen zunächst nur das Wohnquartier Hammer ausbaut, äußerten zwei Bürger aus dem Stadtteil die Sorge, dass sie keinen Zugang zum schnellen Internet mehr erhalten könnten: „Wird die Gemeinde dort tätig oder bleiben das dunkle Flecken?“

Bürgermeister Ulrich Krieger erklärte nochmals kurz, weshalb die Stadt nicht überall wie in Rotzel und Hochsal als Bauherr auftreten kann. Der Ausbau eines kommunalen Ortsnetzes ist nur dort möglich, wo privatwirtschaftliche Anbieter bisher kein eigenes Netz anbieten und auch keine Absichten zum Ausbau eines solchen Netzes bekunden. Ist beides der Fall, muss zunächst formell ein Marktversagen festgestellt werden, erst dann darf die Kommune selbst ein Breitbandnetz bauen.

Felix Stiegeler, Geschäftsführer der Stiegeler Internet Service, erklärte, dass in der Altstadt ein Glasfaserausbau nur sehr schwer umzusetzen wäre. Deshalb werde hie Glasfaser nur bis zum Verteilerkasten verlegt, von dort würden die Daten über Kupferkabel weitergeleitet. Seine Firma werde in Binzgen nach dem ersten Bauabschnitt definitiv weitere Bereiche auszubauen. Die Ausschreibung für den zweiten Bauabschnitt werde bereits vorbereitet, dieser solle nahtlos an den ersten anschließen.

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Der Gemeinderat vergab die Arbeiten für Rotzel und Hochsal zum Angebotspreis von 3,73 Millionen Euro an die Firma Stark-Energies aus Ludwigsburg. Sie baue bereits unter anderem in St. Blasien das Ortsnetz, erklärte Planer Hardy Gutmann aus Höchenschwand. Stark wird in Rotzel 6,7 Kilometer Leitungsgräben anlegen und 75 Hausanschlüsse herstellen, in Hochsal 6,8 Kilometer Leitungsgräben und 93 Hausanschlüsse. 192 Hauseigentümer in beiden Stadtteilen sorgen für ihre Hausanschlüsse selbst.