Die Gemeindeversammlung von Laufenburg/CH hat am Freitag die Verpflichtungskredite für drei große Bauvorhaben bewilligt. Eines davon ist die Sanierung der Liegenschaft „Adler“ am Marktplatz. Die Gaststätte befindet sich seit 2018 im Gemeindebesitz und soll für 2,5 Millionen Franken saniert werden.

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„Der ,Adler‘ ist ein markantes Gebäude, aber in einem desolaten Zustand“, berichtete Gemeinderat André Maier. Der Dachstuhl sei verfault, dessen Boden stellenweise nicht mehr begehbar. Die Sanierungsmaßnahmen haben Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Franken zur Folge. Sie beinhalten den Einbau von drei Atelierwohnungen im Dachgeschoss sowie vier Wohnungen im zweiten Obergeschoss. Im ersten Obergeschoss mit den Büros sind kleinere Eingriffe nötig, das Erdgeschoss soll auch nach der Sanierung als Restaurant genutzt werden. In diesem Zusammenhang berichtete Maier, dass der jetzige Pächter im März 2021 aus Altersgründen aufhören wird.

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Unweit vom „Adler“ soll das Hotel „Schützen“ mit umliegendem Areal neu überplant werden. Für eine entsprechende Machbarkeitsstudie genehmigte die Versammlung einen Verpflichtungskredit von 75.000 Franken. Die Gemeinde hat die Liegenschaft Schützen vergangenes Jahr erworben. Die Machbarkeitsstudie soll als Grundlage für die weitere Bebauung des Areals Burgmatt inklusive Parkplätze beim Schulhaus und Schlossbergaufgang sowie Passarelle über die Kantonsstraße dienen. „Wir wollen das „Schützen“-Areal in eine neue Zukunft überführen“, bewarb Meinrad Schraner das Projekt.

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Im Ortsteil Bütz will die Gemeinde für 3,2 Millionen Franken ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen in unterschiedlichen Größen bauen. Errechnete Rendite: 144.000 Franken pro Jahr. „Das wird eine neue Ausstrahlung geben“, gab sich Vizeammann Meinrad Schraner vom Neubau überzeugt. Die Mehrheit der Wohnungen sei alters- und behindertengerecht. Aber: „Wir wollen erst starten, wenn vier Mietvorverträge abgeschlossen sind“, so Schraner. Sebastian Meier stellte den Antrag, auf dem Dach des Hauses oder auf dem Carport eine Photovoltaikanlage zu errichten. Auch die Sanierung der Hinterdorfstraße, ebenfalls in Sulz, ist in trockenen Tüchern. Die Versammlung gab dem Verpflichtungskredit von 3,4 Millionen Franken grünes Licht.

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Insgesamt standen rund zehn Millionen Franken Verpflichtungskredite zur Abstimmung. Von 2002 Stimmberechtigten waren nur 70 anwesend. Weshalb René Leuenberger in Namen der FDP den Antrag stellte, die drei kostspieligsten Vorhaben in Millionenhöhe dem Referendum zu unterstellen. „Wir wollen nichts bekämpfen“, sagte er, „sondern den Rest der Stimmbürger abholen.“ Was Stadtammann Herbert Weiss mit Blick auf das Gemeinderecht ablehnte. „Grundsätzlich ist alles dem fakultativen Referendum unterstellt“, erklärte er.

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Am 18. Dezember soll die Einbahnregelung auf der Kantonsstraße in Laufenburg aufgehoben werden. Darauf wies Gemeinderat Christian Rüede in der Gemeindeversammlung hin. Die Baustelle sei damit aber nicht aufgehoben, „es geht weiter“, so Rüede. Im Sommer 2021 soll der Deckbelag aufgetragen werden, „das wird eine größere Übung“, so Rüede. Ein genaues Datum dafür nannte er nicht.