Man nehme einen Gast, einen Künstler und einen Gastgeber, heraus kommt dabei ein kulturelles Blind Date, ein spannendes Experiment für Künstler und Publikum, wohliges Bauchkribbeln bei Gästen wie Künstlern inbegriffen. In Laufenburg haben sich 16 Gäste von vier Künstlern in vier Lokalitäten auf das Abenteuer eingelassen und waren begeistert.

Überraschung

Gabi Schönbett aus Luttingen war eine der Personen, die sich kulturell überraschen ließ. Sie habe die Musik, die ganz alleine für sie gespielt wurde, sehr genossen, berichtet sie. Sonja Wunderlin spielte für sie in der Naturheilpraxis in Laufenburg/Schweiz auf der Schäferpfeife poetische und temperamentvolle Eigenkompositionen. „Ich war neugierig und ich hatte einfach Lust auf etwas Kultur“, beschreibt sie ihren Schritt, sich auf das Experiment einzulassen. Ein weiter Aspekt für sie war es, wie auch für einige andere Gäste, die Kultur in Laufenburg zu unterstützen. Im Rathaussaal las der im Kleinen Wiesental beheimatete Schriftsteller Markus Manfred Jung, der als erster Burgschreiber von Laufenburg drei Monate in Laufenburg verbrachte, aus seinen Werken.

Das Konzept und die Künstler

Valter Rado, ein preisgekrönter Komiker, der zeitweise in Venedig lebt und in Laufenburg schon mehrere Auftritte hatte, nahm einen weiten Weg auf sich, um beim Blind Date Kultur aufzutreten. Es war coronabedingt sein erster Auftritt nach der Premiere seines neuen Programms „Valters Welt“ am 6. März. Für ihn war es das erste Mal, dass er in dieser Art auftrat und er gestand vor den Blind Dates: „Ich bin aufgeregt, dem Zuschauer so nah zu sein.“ Adelheit Möltgen aus Laufenburg war eine von seinen Blind Date Kandidaten, die Ausschnitte aus seinem neuen Programm eins zu eins erleben durfte. „Ich habe es einfach nur genossen. Es war toll, dass jemand ganz für mich alleine auf der Bühne stand.“

Das Resümee

Renata Vogt, Vorsitzende des Laufenburger grenzüberschreitenden Kulturausschusses, sagte zu dem ungewöhnlichen Anlass: „Es war eine Premiere, Wiederholungen sind nicht ausgeschlossen.“ Der Kulturausschuss habe nach Möglichkeiten gesucht, um in Zeiten von Corona einerseits die Kultur in Laufenburg nicht in „Bausch und Bogen“ versinken zu lassen und auf der anderen Seite Künstlern wieder einmal die Möglichkeit für einen Auftritt zu geben. Die Idee zum Blind Date Kultur brachte das Kulturausschussmitglied Markus Erne ein. „Beim Publikum kam die Aktion bestens an“, lautete das Resümee von Renata Vogt.