Der Amtsantritt der Laufenburger Burgschreiberin Anke Ricklefs verschiebt sich wegen der Corona-Pandemie um ein weiteres Jahr. Die Kölner Autorin und Journalistin hätte eigentlich bereits am 1. März 2021 für drei Monate nach Laufenburg kommen sollen. Doch die Entwicklung der Infektionszahlen verhinderte dies damals ebenso wie nun auch dieses Jahr. Ricklefs hätte vom 1. März bis 31. Mai zunächst im Schweizer, dann im deutschen Laufenburg wohnen und arbeiten sollen.

„Aktuell ist ein richtiges Wirken und Arbeiten der Burgschreiberin Anke Ricklefs nur erschwert möglich. Denn das Stipendium soll ja im Kontakt mit der Bevölkerung, mit den Schulen, Vereinen und so weiter durchgeführt werden. Und da sehen wir doch einige Schwierigkeiten auf uns zukommen“, teilt Martin Willi mit. Er gehört der siebenköpfigen Jury an, die die 1970 in Jülich geborene und in Köln lebende Autorin und Journalistin unter 42 Bewerbern für das Burgschreiberamt nominiert hatte. Ricklefs schreibt Gedichte aber auch Prosa für Erwachsene und Geschichten für Kinder.

Erfahrungen auf internationalem Parkett

Sie leitet Schreib- und Literaturworkshops und tritt mit ihrer Lyrik und Kurzprosa als Performance-Künstlerin auf. 2018 hatte sie zwei Monate in der Künstlerresidenz „Gullkistan“ in Island mit anderen internationalen Künstlern zusammen gewohnt und gearbeitet.

Das Burgschreiber-Stipendium wird finanziert von den beiden Städten Laufenburg. Über die Vergabe entscheidet eine siebenköpfige Jury unter Leitung von Petra Gabriel und Martin Willi. Neben ihnen gehören Florence Aggeler vom Museum Sprachpanorama, die Buchhändlerin Renata Vogt, Stadtrat Raimund Huber und Melanie Friedli als Leiterin der Tourist-Info sowie der erste Burgschreiber Markus Manfred Jung der Jury an.