Das Fahrverbotsschild am Fuß des Kaistenbergs ist kaum zu übersehen, nach einigen Metern folgt gleich ein zweites. Seit dem 13. September ist die Straße wegen Sanierungsarbeiten etwa ein Jahr lang gesperrt. Einzig der öffentliche Bus, landwirtschaftliche Fahrzeuge und Anwohner dürfen die Straße noch passieren.

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Zwar halte sich die große Mehrheit an das Fahrverbot, doch so mancher ignoriere es auch, sagt Werner Bertschi, Chef der Regionalpolizei Oberes Fricktal. Und: „Wir reden hier nicht mehr von Einzel-
fällen.“ Aufgrund der deutlichen Signalisation geht Bertschi nicht davon aus, dass die Autofahrer „versehentlich“ die gesperrte Route über den Kaistenberg nehmen.

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Es ist nicht das erste Mal, dass die Regionalpolizei Oberes Fricktal auf fehlbares Verhalten von Fahrzeuglenkern im Zusammenhang mit Baustellen stößt. Im Zuge der Sanierung der Baslerstraße vor Laufenburg büßte die Polizei eine größere Zahl von Lenkern, die ein „Einfahrt verboten“-Schild beim Beginn der Umleitung ­ignorierte und versuchte, von der falschen Seite her das eingerichtete Einbahnregime zu befahren.

„Wenn wir jemanden erwischen, der verbotenerweise über den Kaistenberg unterwegs ist, büßen wir ihn mit 100 Franken“, sagt Bertschi. Erste Bußen hat die Regionalpolizei bereits ausgesprochen, die Kaistenbergstraße wird sie während der Sanierung im Auge behalten.

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Die Straße sei ja auch nicht grundlos gesperrt, sagt Bertschi. Dies hilft nicht nur, die Bauzeit deutlich zu verkürzen, weil viel längere Bauetappen gleichzeitig möglich sind. Es hilft auch,
die Sicherheit für die Arbeitenden bei den sehr engen Platzverhältnissen zu gewährleisten. Bertschi sagt: „Unter der Vollsperrung gehen die Bauarbeiter nicht davon aus, dass ein Auto vorbeifährt. Das kann für Gefahrensituationen sorgen.“

Umgeleitet wird der Individualverkehr – täglich verkehrten rund 4500 Fahrzeuge über den Kaistenberg – über Eiken und den Hardwald bis zum Ende der Sanierung für rund zwölf Monate. Gemäß Kanton könne jedoch auch der Autobahnabschnitt Frick–Eiken in beide Richtungen die Fahrzeit verringern und entlaste zudem die Verkehrsknoten in Eiken und Frick.