Die Stadt Laufenburg stellt ihre Hallen und Säle wegen der Corona-Gefahr Dritten bis zum Ende der Sommerferien nicht zur Verfügung. Darin eingeschlossen ist die Vermietung für Veranstaltungen ebenso wie die sportliche Nutzung durch Vereine. Dies beschloss am Montag der Gemeinderat. Eine Ausnahme machte er nur für Sportler, die einem Leistungskader ihres Verbands angehören. Dies trifft in Laufenburg auf sieben Nachwuchsturnerinnen zu, die im TV 1898 Laufenburg-Rhina Rhytmische Sportgymnastik betreiben.

Seit drei Monaten sind die Rappensteinhalle, die Möslehalle Luttingen, die Turnhalle Rhina und das Bürgerhaus Rotzel für die öffentliche und private Nutzung gesperrt. Die Rappensteinhalle darf bisher nur für die Abschlussprüfungen der Hans-Thoma-Schule und die Möslehalle für die Sitzungen des Gemeinderats genutzt werden. Demnächst soll es in der Rappensteinhalle auch eine Blutspendeaktion geben, wie Bürgermeister Ulrich Krieger im Gemeinderat erklärte.

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Sportliche Übungen in den Hallen sind im Prinzip erlaubt – aber nur, wenn garantiert ist, dass die vom Land erlassenen Hygienevorgaben eingehalten werden. Diese schreiben unter anderem 1,5 Meter Abstand zwischen den Sportlern vor, maximal 10 Personen je Übungsgruppe, mindestens 40 Quadratmeter Fläche pro Person bei Sportarten mit Raumbewegungen sowie Desinfektionsmaßnahmen. Die Stadtverwaltung sieht sich im Augenblick personell nicht in der Lage, die Einhaltung dieser Regeln zu überprüfen und empfahl dem Gemeinderat deshalb, die Hallen und Säle geschlossen zu halten und erst nach den Sommerferien über eine mögliche Öffnung zu entscheiden.

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Als einziger hallensporttreibender Verein können derzeit die Gewichtheber des SV 08 trainieren. Dies aber nur, weil sie in der Stadthalle über einen abgegrenzten Raum mit eigenem Zugang verfügen. Nun will auch der TV Laufenburg wenigstens seinen Kaderathletinnen wieder das Training ermöglichen. Carolin Reinhard, eine der beiden TV-Vorsitzenden, trug dieses Anliegen am Montag dem Gemeinderat vor.

Dort machten sich Sascha Komposch, Michaela López Dominguez (beide FW) sowie Raimund Huber (Grüne) für das Anliegen des Vereins stark. Darauf ergänzte Krieger den Beschlussvorschlag um die Ausnahme für Kaderathleten. Allerdings muss der TV ein Hygienekonzept vorlegen.