Neben der Hans-Thoma-Schule saniert die Stadt Laufenburg dieses Jahr ein weiteres Schulgebäude – allerdings ist dies ein ungleich kleineres Projekt als die 7-Millionen-Euro-Baustelle auf dem Rappenstein. Der Gemeinderat beschloss am Montag die Ausschreibung der Arbeiten am Neubau der Hebelschule im Stadtteil Luttingen. Der Schwerpunkt der auf 400.000 Euro veranschlagten Maßnahme liegt bei der Erneuerung der Elektrik. Der Hauptteil der Arbeiten soll in den Sommerferien durchgeführt werden.

Die Hebelschule ist in Luttingen auf zwei benachbarte Gebäude verteilt: den 1958 errichteten Altbau und den 1961 errichteten Neubau. Beide müssen dringend energetisch saniert werden. Die Energieagentur Südwest empfahl dem Gemeinderat im März 2020 sogar, beim Altbau über einen Anriss und den Bau eines neuen Gebäudes nachzudenken. Beim Neubau drang sie auf eine Erneuerung der elektrotechnischen Anlagen, die sich zum Teil noch im Originalzustand aus der Erbauungszeit befänden.

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Die Bestandsaufnahme machte die vor 2020 angestellten Überlegungen zur Makulatur. „Wir haben mit der Planung nochmals komplett neu angefangen“, so Bürgermeister Krieger. In Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Kienle (Ostrach) wurde das gesamte Gebäude Ende 2020 digital erfasst. Krieger: „Wir haben jetzt ein umfassenderes Leistungsbild als 2019.“ Die Schule solle elektrotechnisch nach heutigem Standard ausgestattet werden, ergänzte am Montag im Gemeinderat Ingenieur Jürgen Dreher, Projektleiter bei Kienle.

Die Erneuerung der Elektrotechnik ist Voraussetzung für die Digitalisierung der Schule. Sowohl am Standort Luttingen wie am Standort Rhina soll in allen Klassenräumen W-Lan verfügbar sein. Im Unterricht sollen Laptops, Beamer und Objektkameras eingesetzt werden. Beide Schulstandorte erhalten einen Medienraum mit 28 beziehungsweise 25 PC-Stationen.

Sämtliche Altinstallationen im Neubau der Hebelschule Luttingen werden entfernt und ersetzt. Die Beleuchtung soll komplett auf LED umgestellt werden, deren Helligkeit Präsenzmelder und Sensoren den wechselnden Erfordernissen anpassen. In einzelnen Räumen, etwa dem Computerraum, den Klassenzimmern im Obergeschoss und dem Lehrerzimmer sind weitere elektrotechnische Maßnahmen vorgesehen. Außerdem erfolgen Sanierungsarbeiten am Gebäude. Die bereits 2013 erneuerte elektrische Hauptverteilung im Altbau befinde sich auf einem relativ guten Stand, so Dreher. Neu- und Altbau sollen mit Glasfaser versorgt werden.

Die Gesamtkosten der Sanierung werden auf 400.000 Euro geschätzt. Davon entfallen über die Hälfte auf die Elektrotechnik und andere technische Anlagen sowie 120.000 Euro auf Malerarbeiten, Trockenbauarbeiten oder den Einbau von Brandschutztüten. Etwas mehr als 50.000 Euro erfordert die Fachplanung Elektrik. Ende 2020 hatte das Land der Stadt einen Zuschuss in Höhe von etwas mehr als 70.000 Euro zugesagt. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung mit der Ausschreibung der anstehenden Arbeiten, die elektrotechnische Fachplanung übergab er dem Ingenieurbüro Kienle.

Noch diese Woche will das Bauamt an die Ausschreibung gehen. „Ziel ist es, einen großen Teil der Arbeiten in den Sommerferien auszuführen“, sagte Bürgermeister Krieger. Wahrscheinlich müssten dennoch während der Sanierung im Neubau Klassen für kurze Zeit woanders untergebracht werden, etwa im Altbau oder im Foyer der Möslehalle. Krieger: „Für zwei bis drei Wochen sollte das gehen.“