Anlässlich seiner Verabschiedung als Stadtrat wurde Paul Eichmann am Montag mit der Ehrenmedaille der Stadt in Gold ausgezeichnet. Er ist erst der fünfte Laufenburger, dem diese Ehre zuteil wurde. Zusammen mit Eichmann verabschiedete Bürgermeister Ulrich Krieger bei einer Feierstunde im Schlössle auch Heidi Bagarella und Maria Theresia Rist aus dem Gemeinderat. Bagarella erhielt wegen ihrer Verdienste um die Stadt die Ehrenmedaille in Silber verliehen. Verabschiedet wurden auch mehrere Ortschaftsräte sowie geehrt mehrere Stadt- und Ortschaftsräte wegen zehnjährigen kommunalpolitischen Engagements.

Bürgermeister Ulrich Krieger hält seine Laudatio auf die verabschiedeten Stadt- und Ortschaftsräte.
Bürgermeister Ulrich Krieger hält seine Laudatio auf die verabschiedeten Stadt- und Ortschaftsräte. | Bild: Vonberg, Markus

Der Bürgermeister würdigte Eichmann als „meinungsstarken Schaffer, dem die Stadt viel zu verdanken“ habe. Eichmann war 20 Jahre Mitglied des Gemeinderats, in den er 1999 auf der Liste der Freien Wähler erstmals gewählt und danach dreimal für eine weitere Amtsperiode bestätigt worden war. 1999 bis 2004 war der Finanzbeamte aus Binzgen Bürgermeister-Stellvertreter, ab 2004 Fraktionssprecher der Freien Wähler. „Ihre Stärke war es auch, dass Sie gut vermitteln konnten. Die Aufgabe als Fraktionschef haben Sie deshalb hervorragend ausgefüllt“, sagte Krieger. Er erinnerte daran, dass Eichmann Initiator der kommunalen Laufenburg Invest GmbH und auch an der Gründung des steuerlichen Querverbunds der Stadtwerke maßgeblich beteiligt war. Krieger streifte auch Eichmanns Rolle bei der Flurneuordnung Binzgen, wo er im Vorstand der Teilnehmergemeinschaft war, und in mehreren Vereinen. Eichmann reagierte mit sichtlicher Rührung auf die vom Gemeinderat einstimmig verliehene Ehrung. „Ich bin eigentlich sprachlos. Es war eine schöne Zeit“, sagte er, als er vom Bürgermeister die Medaille und die Urkunde entgegennahm. Es sei im Gemeinderat zwar immer wieder „scharfkantig diskutiert“ worden. „Ich glaube aber, das war zum Wohle der Stadt.“

Für Heidi Bagarella (links), Maria Theresia Rist und Paul Eichmann ist die Zeit im Gemeinderat zu Ende.
Für Heidi Bagarella (links), Maria Theresia Rist und Paul Eichmann ist die Zeit im Gemeinderat zu Ende. | Bild: Vonberg, Markus

Heidi Bagarella war erstmals 2004 auf der Liste der SPD in den Gemeinderat gewählt worden, ihr Mandat wurde von den Wählern zweimal bestätigt. 2014 bis 2019 war Bagarella Fraktionssprecherin der Sozialdemokraten. „Sie hatte bei allen Themen einen festen inneren Kompass und eine starke Haltung, auch und gerade dann, wenn die Themen schwierig waren“, sagte Krieger. Er erwähnte Bagarellas Engagement im Asylhelferkreis, im Museumsverein Schiff und im Helferteam des Seniorennachmittags. „Es war 15 Jahre lang eine schöne Zeit. Ich kann nur jedem empfehlen, sich für die Stadt zu engagieren“, blickte Bagarella zurück.

Die Feierstunde im Schlössle begann mit einem Apèro.
Die Feierstunde im Schlössle begann mit einem Apèro. | Bild: Vonberg, Markus

Im Juni 2010 rückte Maria Theresia auf der Wahlliste der CDU für Karl Martin Mutter in den Gemeinderat nach. 2014 wählten die Bürger sie für eine weitere Amtszeit wieder. Vor Eintritt in den Gemeinderat leitete Rist bis zu ihrer Zurruhesetzung das Laufenburger Kulturamt und engagierte sich ehrenamtlich im Kulturausschuss beider Laufenburg und im Fremdenverkehrsverein. Auch im Gemeinderat „stand die Fortentwicklung der Kulturarbeit und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit unserer Schwesterstadt“ für sie im Mittelpunkt ihrer Arbeit, wie der Bürgermeister sagte. Rist sei auch an vorderster Stelle gestanden, als es um die Gründung des Fördervereins Kultur im Schlössle und die Anschaffung eines Konzertflügels ging. „Ich bereue keine Minute, die ich für die Stadt, die Kultur und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aufgebracht habe“, beteuerte die Stadträtin nach ihrer Verabschiedung.

Abschied aus dem Ortschaftsrat

Ebenfalls verabschiedet wurden vom Bürgermeister aus dem Ortschaftsrat Luttingen nach fünf Jahren Andreas Troll und in Abwesenheit Manuela Ebner, nach vier Jahren der 2015 nachgerückte Markus Schlachter und aus dem Ortschaftsrat Rotzel nach fünf Jahren Sara Thiele-Thomann. Krieger dankte allen verabschiedeten Kommunalpolitikern für ihr Engagement: „Als Stadt- und Ortschaftsrat haben sie in den vergangenen fünf Jahren nicht nur Anteil an der Entwicklung von Laufenburg genommen, sondern auch kräftig selbst an der Zukunft ihrer Stadt mitgebaut und damit ihr direktes Lebensumfeld mitgestaltet.“