Laufenburg (hak) Pfarrer Klaus Fietz feierte seinen 60. Geburtstag mit einem großen, fröhlichen Fest. Rund 500 Gäste von nah und fern feierten mit ihm. Abordnungen aus den ehemaligen Wirkungsstätten waren mit Bussen angefahren. Wichtig war dem Jubilar, dass nicht nur geladene Gäste kamen, sondern auch die Mitglieder der Seelsorgeeinheit, die für ihn seine Familie sind.

Bereits der Auftakt mit dem Gottesdienst in der Heilig Geist Kirche war imposant. Die Kirche war bis zum Bersten gefüllt, bis auf den letzten Stehplatz drängten sich die Besucher. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von den Kirchenchören der Seelsorgeeinheit und vom Narrechörli der Narro Altfischerzunft. Pfarrer Günter Hirt, der Klaus Fietz schon seit einem halben Jahrhundert kennt, erzählte auch, wie er damals vor 50 Jahren im Gymnasium Religionslehrer von Klaus Fietz war. Der Jubilar dankte denn auch Hirt speziell für seine Ansprache: „Günter Hirt hat mich gefördert und geprägt wie kein Zweiter!“. Nach dem Gottesdienst wurde Pfarrer Fietz zur Drehleiter der Feuerwehr beordert und dort mit dem Korb auf die Fußgängerbrücke über der Bundesstraße hochgehievt, wo ihn die Narronen der Narro Altfischerzunft 1386 in Empfang nahmen. Geleitet von der Narrönin, musikalisch begleitet mit Tschättermusik, geleitete die Narrenzunft ihren Zunftfreund über die Fußgängerbrücke zum Pfarrheim. Dort servierte die Zunft einen Apéro. Im Außenbereich des Pfarrheims warteten in sechs Holzhäuschen bereits kulinarische Köstlichkeiten auf die hungrigen Gäste, im Untergeschoss lud eine Kaffeestube zum Aufwärmen, Verweilen und Schlemmen ein.

Im Pfarrheimsaal ging es mit Ansprachen und einem fröhlichen Unterhaltungsprogramm weiter. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Sabine Läule führt durchs Programm. Claudia Rudigier-Frommherz verlas Pfarrer Fietz die Leviten, weil er zu riskant lebe, wie man an seinem kürzlichen Skiunfall sehe. Der evangelische Pfarrer Detlev Jobst wünschte dem Amtskollegen, dass er seine Robustheit erhalte.

Bürgermeister Ulrich Krieger war dankbar, dass Pfarrer Fietz schon viel bewegt habe, so auch die Fusion mit Albbruck als Seelsorgeeinheit. „Als Mensch zeichnet Sie aus, dass der Mensch, der gerade vor ihnen ist, der wichtigste für Sie ist. Sie sind immer Mensch geblieben, leiden mit den Leidenden mit, freuen sich mit denen, die Freude haben und feiern mit denen, die Grund zum Feiern haben.“ Aufgrund eines einstimmigen Gemeinderatsbeschlusses stellte die Stadt Laufenburg ihre Holzhäuschen, zur Verfügung, ebenso die Bauhofmitarbeiter zum Auf- und Abbau.

Zunftmeister Claus Epting von der Narro-Altfischerzunft gratulierte dem Zunftfreund und meinte: „Ich glaube, das war ein Wink des Himmels, als Sie zu uns gekommen sind.“

Im Programm wechselten sich musikalische und fasnächtliche Beiträge ab. Kirchenchöre, Musikvereine, Zunftchörli, Theatergruppe Heilig Geist, die Frauengemeinschaft Birndorf, die Weissen Wölfe Unteralpfen und noch viele mehr sorgten für Abwechslung im bunten Programm. Und das alles geprägt von Fröhlichkeit und guter Laune – vorgelebt vom Geburtstagskind.

Die Kosten für das Mammut-Fest bestreitet der Pfarrer übrigens privat. Festorganisation und Bewirtung übernahm die Seelsorgeeinheit. Geschenke wollte Fietz keine, wer trotzdem etwas geben wollte, konnte eine Spende machen. Damit wird Pfarrer Fietz folgende Projekte unterstützen: „Lebenshaus Uganda“ – „Partnergemeinde Huánuco in Peru“ – „Pater Aidan in Tansania“.

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